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Zusammenfassung
CVE-2026-47877 beschreibt eine Cross-Site-Scripting (XSS) Schwachstelle in der Standard-Zustimmungsseite des Spring Security Authorization Server. Die Sicherheitslücke ermöglicht die Injection von benutzergesteuerten Werten ohne ordnungsgemäße HTML-Entity-Codierung. Ein Angreifer kann dadurch schädliche JavaScript-Code in den Kontext des Opfers einschleusen und potentiell Authentifizierungstoken oder Session-Daten kompromittieren.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft folgende Spring Security Versionen:
- Spring Security 7.1.0
- Spring Security 7.0.0 bis 7.0.6
Organisationen mit diesen Versionen in produktiven OAuth2/OpenID Connect Authorization Server Umgebungen sind direkt betroffen. Die Vulnerabilität manifestiert sich spezifisch in der Standard-Consent-Page, die bei OAuth2 Authorization Grant Flows verwendet wird.
Technische Details
Der Spring Security Authorization Server rendert benutzergesteuerte Eingabewerte (wie Scope-Namen oder Client-Identifikatoren) in der Zustimmungsseite ohne ausreichende HTML-Entity-Codierung. Dies ermöglicht die Injection von HTML/JavaScript-Code durch manipulierte Request-Parameter. Ein Angreifer könnte beispielsweise den scope oder client_id Parameter mit Payload wie <img src=x onerror=alert('XSS')> manipulieren.
Der Exploit-Vektor nutzt den OAuth2 Authorization Endpoint, welcher über das Netzwerk (Network) erreichbar ist. Dies macht die Schwachstelle ohne Authentifizierung ausnutzbar.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmassnahme: Inventarisieren Sie alle Spring Security Installationen auf betroffene Versionen
- Mitigation: Implementieren Sie benutzerdefinierte Zustimmungsseiten mit ordnungsgemäßer Output-Encoding
- Upgrade: Warten Sie auf gepatchte Versionen und aktualisieren Sie zeitnah
- WAF-Regeln: Implementieren Sie Web Application Firewall Rules zur Erkennung von XSS-Payloads
- CSP: Aktivieren Sie Content Security Policy Header
Bewertung
CVSS Score: 8.2 (High)
Die Kritikalität ist erhöht, da keine Authentifizierung erforderlich ist und Authorization Server zentrale Vertrauenskomponenten darstellen. Ein erfolgreicher Exploit könnte zu Session-Hijacking oder Token-Diebstahl führen. Der Mangel an verfügbaren Patches erhöht das Risiko zusätzlich.
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