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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-49422 betrifft den RACK setsockopt(2)-Handler in verschiedenen Systemen.
Sie ermöglicht es unprivilegierten lokalen Benutzern, Privilegien zu eskalieren durch eine
Use-After-Free-Vulnerabilität im TCP-Stack-Management. Der CVSS-Score von 8.4 klassifiziert
diese als kritische SicherheitslĂĽcke.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Betriebssysteme mit RACK (Recent Acknowledgment)-Implementierungen
im TCP-Stack. Besonders gefährdet sind Systeme mit:
- Linux-Kernel mit RACK-UnterstĂĽtzung
- Betroffene TCP/IP-Stack-Implementierungen
- Systeme mit Mehrstack-TCP-Konfiguration
Technische Details
Der Fehler tritt in der setsockopt(2)-Implementierung des RACK-Handlers auf. Der anfällige Code-Pfad
funktioniert wie folgt:
- Der Handler gibt die Verbindungssperre frei, um Optionsdaten aus dem Userspace zu kopieren
- Die Sperre wird nach dem Kopieren erneut akquiriert
- Es wird verifiziert, dass der TCP-Stack nicht gewechselt wurde
- Der Pointer auf den per-connection control block wird jedoch nicht neu geladen
Ein Angreifer kann dieses Race-Condition-Fenster ausnutzen, indem der TCP-Stack zweimal während
dieses kritischen Zeitraums gewechselt wird. Die Sicherheitsprüfung schlägt fehl, der gespeicherte
Pointer zeigt jedoch auf bereits freigegebenen Speicher (Use-After-Free). Dies fĂĽhrt zur
Speichercorruption und ermöglicht Code-Ausführung mit erhöhten Privilegien.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Updates einspielen, sobald Patches verfĂĽgbar sind
- Systemzugriff fĂĽr unterprivilegierte Benutzer restriktiv handhaben
- Monitoring auf verdächtige setsockopt(2)-Aufrufe implementieren
- TCP-Stack-Operationen protokollieren
- Privilege-Separation-Mechanismen verstärken
Bewertung
Mit einem CVSS-Score von 8.4 (High Severity) stellt diese Vulnerabilität eine erhebliche Bedrohung dar.
Die lokale AusfĂĽhrbarkeit und das fehlende Patch beschleunigen die Dringlichkeit von Mitigationsmassnahmen.
Die Exploitierbarkeit durch unprivilegierte Benutzer macht dies zu einer kritischen Priorität für
Systemadministratoren.
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