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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-55622 betrifft Incus, einen System-Container- und Virtual-Machine-Manager. Vor Version 7.2.0 existieren fehlende Autorisierungsprüfungen bei der Instanz-Kopie-Funktionalität. Ein Angreifer kann damit Instanzen aus Projekten, auf die er keinen Zugriff hat, in neue Projekte kopieren und somit auf sensible Daten zugreifen.
Betroffene Systeme
Betroffen sind Incus-Installationen vor Version 7.2.0. Das CVE betrifft verschiedene Systeme, auf denen Incus als Container- und Virtualisierungslösung eingesetzt wird. Besonders kritisch sind Multi-Tenant-Umgebungen, in denen mehrere Projekte mit unterschiedlichen Zugriffsstufen verwaltet werden.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der fehlenden Validierung von Projektberechtigungen während des Kopievorgangs von Instanzen. Ein Angreifer benötigt lediglich Kenntnisse über:
- Den Namen eines Projekts, auf das er keinen Zugriff besitzt
- Den Namen einer Instanz innerhalb dieses Projekts
Mit diesen Informationen kann die Instanz in ein Projekt kopiert werden, auf das der Angreifer Zugriff hat. Dies ermöglicht den Zugriff auf Geheimnisse, Konfigurationen und Daten innerhalb der kopierten Instanz. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert, was die Komplexität erheblich reduziert.
Empfohlene Massnahmen
Folgende MaĂźnahmen werden empfohlen:
- Sofortige Aktualisierung: Update auf Incus Version 7.2.0 oder höher durchführen
- Zugriffscontrol: Projektnamenskonventionen implementieren, um Namensrat zu erschweren
- Monitoring: Kopievorgänge zwischen Projekten überwachen und protokollieren
- Netzwerkzugriff: Incus-Management-Interface auf vertrauenswürdige Netzwerksegmente beschränken
Bewertung
Mit einem CVSS-Score von 7.7 (High) handelt es sich um eine ernst zu nehmende Schwachstelle. Die Kombination aus niedriger Angriffskomplexität und fehlender Authentifizierungsanforderung macht diese Vulnerability zu einer priorisierten Bedrohung für Multi-Tenant-Infrastrukturen.
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