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Zusammenfassung
CVE-2026-57876 beschreibt eine kritische Schwachstelle in der onvif.cgi-Komponente von GeoVision IP-Kameras der Serie GV-LPC2011 und GV-LPC2211 in Version 1.12 und älter. Die Anfälligkeit ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, einen Out-of-Bounds Write-Fehler auszunutzen, der zu Speicherbeschädigungen führt. Mit einem CVSS-Score von 7.5 wird die Schwachstelle als High-Severity eingestuft.
Betroffene Systeme
- GeoVision GV-LPC2011 (Version 1.12 und früher)
- GeoVision GV-LPC2211 (Version 1.12 und früher)
Besonders kritisch ist die Tatsache, dass die Schwachstelle unauthentifiziert ausgenutzt werden kann, was keinen gültigen Login-Zugang voraussetzt.
Technische Details
Die Vulnerability liegt in der unzureichenden Eingabevalidierung des HTTP-Request-Body-Daten in onvif.cgi. Der CGI-Prozess führt keine ordnungsgemäßen Bounds-Checks beim Verarbeiten von POST-Daten durch. Durch das Versenden von speziell präparierten HTTP-Anfragen mit übermäßig langen Input-Parametern lässt sich ein Buffer-Overflow-Zustand provozieren. Dies führt zum Schreiben über Puffergrenzen hinaus und beschädigt benachbarte Speicherbereiche.
Der Angriffsvektor erfolgt vollständig über das Netzwerk (Network), ohne dass eine physische Nähe oder spezielle Bedingungen erforderlich sind.
Empfohlene Massnahmen
- Firmware-Update auf eine Patch-Version installieren, sobald verfügbar
- Betroffene Systeme aus dem Internet isolieren oder hinter WAF-Systeme schützen
- Netzwerksegmentierung implementieren und Zugriffe auf onvif.cgi beschränken
- Monitoring auf anomale HTTP-Anfragen an onvif.cgi durchführen
- Firmware-Version der installierten Geräte überprüfen und dokumentieren
Bewertung
Kritikalität: Hoch | CVSS v3.1: 7.5 | Status: Ungepatcht
Die fehlende Patch-Verfügbarkeit macht eine zeitnahe Mitigation durch organisatorische Maßnahmen notwendig.
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