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Zusammenfassung
CVE-2026-58049 ist eine kritische Sicherheitslücke im RASC-Videodecoder von FFmpeg (libavcodec/rasc.c). Die Schwachstelle ermöglicht durch einen manipulierten Medienstream einen Heap-Buffer-Overflow mit einem CVSS-Score von 8.6 (High). Ein Angreifer kann durch speziell präparierte RASC-Dateien Speichercorruption auslösen und potentiell Code ausführen.
Betroffene Systeme
Die Sicherheitslücke betrifft alle Systeme, die FFmpeg-Bibliotheken mit aktiviertem RASC-Decoder verwenden, darunter:
- Media Player und Streaming-Anwendungen
- Video-Transcodierungsdienste
- Systeme mit libavcodec-Abhängigkeiten
- Linux-Distributionen mit FFmpeg
- Container und Microservices-Umgebungen
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der Implementierung der DLTA-Dekodierung (Delta-Dekodierung). Der Decoder führt 32-Bit-Lese- und Schreibzugriffe am Zeilencursor durch, bevor die NEXT_LINE-Zeilengrenzenprüfung stattfindet. Zusätzlich validiert der Decoder die DLTA-Region in Pixeln anstatt in Bytes.
Bei PAL8-Frames (8-Bit Paletten-Farbbilder) kann eine manipulierte DLTA-Ausführung mehrere Bytes über die Zeilenallokation hinausgehen. Dies führt zu:
- Out-of-bounds Heap-Schreibzugriffe
- Angrenzende Out-of-bounds Lesezugriffe
- Unkontrollierte Speichercorruption
Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert: Das Abspielen einer manipulierten RASC-Datei über Netzwerk oder direkt löst die Schwachstelle aus.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortig: Deaktivieren Sie den RASC-Decoder, falls nicht erforderlich
- Implementieren Sie Input-Validierung für Videodateien
- Isolieren Sie Video-Decodierungsprozesse in Sandbox-Umgebungen
- Nutzen Sie Network-Segmentierung für Mediendaten
- Überwachen Sie FFmpeg auf kritische Patches
- Aktualisieren Sie FFmpeg-Bibliotheken regelmäßig
Bewertung
CVSS 8.6 (High): Die Kombination aus Heap-Buffer-Overflow, Netzwerkvektor und fehlender Authentifizierung bewertet die Schwachstelle als kritisch. Ein Patch ist derzeit nicht verfügbar, was die Notwendigkeit von Mitigationsmaßnahmen unterstreicht.
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