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Zusammenfassung
CVE-2026-58087 ist eine High-Severity-Schwachstelle in der semctl(2)-Systemfunktion, die es unprivilegierten lokalen Benutzern ermöglicht, Out-of-Bounds-Lese- und Schreibvorgänge auf dem Kernel-Heap durchzuführen. Die Vulnerability basiert auf einem Race-Condition-Szenario in der Sequenznummer-Validierung von Semaphor-Sets.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Unix-ähnliche Betriebssysteme mit anfälligen semctl(2)-Implementierungen. Besonders gefährdet sind Systeme, auf denen mehrere untrusted lokale Benutzer konkurrierend auf Semaphor-Ressourcen zugreifen können.
Technische Details
Die Vulnerability entsteht durch einen kritischen Design-Fehler im GETALL/SETALL-Befehlshandling:
- Die Semaphor-Set-Größe wird ermittelt und die schützende Lock wird freigegeben
- Ein Buffer wird basierend auf dieser Größe allokiert
- Die Lock wird wieder akquiriert und eine Sequenznummer-Validierung durchgeführt
- Das Sequenznummer-Feld wrapt nach 0x8000 Create/Destroy-Zyklen
Ein Angreifer kann durch rapides Zerstören und Neuerzeugung von Semaphor-Sets den Sequenzzähler zum Wrappen bringen. Dies ermöglicht es, dass ein Set mit unterschiedlicher Semaphoren-Anzahl die Validierung passiert. Der nachfolgende Speicherkopiervorgang schreibt oder liest dann über die Grenzen des allozierten Buffers hinaus.
Empfohlene Massnahmen
- Monitoring für anomale semctl(2)-Aufrufe und rapide Set-Operationen implementieren
- Zugriffskontrolle auf Semaphor-Ressourcen restriktiv konfigurieren
- Kernel-Updates sobald verfügbar einspielen
- Privilegien lokaler Benutzerkonten minimieren
- Kernel-Hardening-Optionen (SMEP, KPTI) aktivieren
Bewertung
CVSS 7.8 (High): Lokale Privilege-Escalation mit signifikantem Schadenpotential. Sofortige Patch-Deployment nach Verfügbarkeit erforderlich.
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