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Zusammenfassung
Die Sicherheitslücke CVE-2026-61387 betrifft Eclipse Milo in den Versionen 1.0.0 bis 1.1.4. Ein unauthentifizierter Remote-Angreifer kann durch gezielt manipulierte CreateMonitoredItems-Anfragen mit verschachtelten PubSub ExtensionObjects einen Denial-of-Service (DoS) verursachen. Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Exception-Behandlung der Monitored-Item-Quota-Verwaltung.
Betroffene Systeme
Folgende Versionen von Eclipse Milo sind verwundbar:
- Eclipse Milo 1.0.0 bis 1.1.4
Besonders gefährdet sind OPC UA Server-Implementierungen, die Milo als Basis nutzen und öffentlich erreichbar sind.
Technische Details
Die Vulnerabilität beruht auf mangelhafter Exception-Safety bei der Quota-Verwaltung. Beim Erstellen von MonitoredItems wird eine globale Server-Ressourcen-Reservation vorgenommen. Falls die Item-Erstellung mit einem unkontrollierten Fehler scheitert, wird die Reservation nicht freigegeben.
Angreifer können diese Situation ausnutzen, indem sie CreateMonitoredItems-Anfragen mit tief verschachtelten PubSub ExtensionObjects im Event-Filter senden. Dies provoziert einen StackOverflowError während des Dekodierens. Der angegriffene Server verliert daraufhin schrittweise Quota-Kapazität.
Nach Erschöpfung der globalen Monitored-Item-Quota können alle Clients – einschließlich legitimer Benutzer – keine neuen MonitoredItems mehr erstellen. Ein Neustart des Servers ist erforderlich, um die Ressourcen freizugeben. Bestehende MonitoredItems und andere Server-Funktionen bleiben unbeeinflusst.
Empfohlene Massnahmen
- Update auf Eclipse Milo Version 1.1.5 oder höher durchführen
- CreateMonitoredItems-Anfragen auf Input-Validierung prüfen
- Verschachtelungstiefe von ExtensionObjects limitieren
- Rate-Limiting für unauthentifizierte Anfragen implementieren
- Netzwerk-Segmentierung für OPC UA Services durchsetzen
- Monitoring der Monitored-Item-Quota einrichten
Bewertung
CVSS v3.1: 7.5 (High)
Angriffsvektor: Netzwerk | Authentifizierung: Keine | Komplexität: Niedrig
Die hohe Priorität ist gerechtfertigt durch das DoS-Potenzial gegen unauthentifizierte Angreifer und die potenzielle Geschäftsunterbrechung.
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