„`html
Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-62243 betrifft die Netty-Bibliothek und fĂĽhrt zu einer Deaktivierung der TLS-Hostname-Verifikation unter bestimmten Bedingungen. Dies ermöglicht Man-in-the-Middle-Angriffe, bei denen Angreifer Zertifikate fĂĽr abweichende Hostnamen präsentieren können, die ohne Validierung akzeptiert werden. Der Schweregrad wird mit „High“ (CVSS 7.5) bewertet.
Betroffene Systeme
Betroffen sind folgende Versionen von io.netty:netty-handler:
- Versionen 4.2.0.Final bis 4.2.16.Final
- Versionen bis 4.1.136.Final
Die Schwachstelle tritt speziell auf, wenn SslProvider.OPENSSL als Client-Implementierung verwendet wird und ein einfacher (nicht-erweiterter) X509TrustManager ohne Unsafe-basiertes Trust-Manager-Wrapping eingesetzt wird. Dies ist insbesondere unter Java 25+ relevant.
Technische Details
Der defekte Code betrifft die OpenSSL-Client-Implementierung in Netty. Bei Verwendung eines Plain-X509TrustManagers wird die Hostname-Verifikation nicht durchgeführt. Das Problem entstammt der Unfähigkeit, Unsafe-basiertes Trust-Manager-Wrapping durchzuführen, was in neueren Java-Versionen nicht mehr möglich ist.
Ein Angreifer kann sich zwischen Client und Server positionieren und ein gültiges Zertifikat für einen anderen Hostname präsentieren. Ohne Hostname-Verifikation wird dieses Zertifikat akzeptiert, wodurch der verschlüsselte Datenverkehr kompromittiert wird.
Empfohlene Massnahmen
Sofortige Massnahmen:
- Update auf Netty 4.2.17.Final oder 4.1.137.Final durchfĂĽhren
- Bestände auf betroffene Versionen überprüfen
- Abhängigkeiten in Build-Tools (Maven, Gradle) aktualisieren
Präventivmassnahmen:
- Extended-X509TrustManager verwenden, falls möglich
- Regelmässige Dependency-Updates durchführen
- Netzwerk-Segmentierung implementieren
Bewertung
CVSS-Score: 7.5 (High)
Angriffsvektor: Netzwerk
Angriffsomplexität: Mittel
VerfĂĽgbarkeit eines Patches: Ja (4.2.17.Final, 4.1.137.Final)
Die Schwachstelle erfordert schnelle Aufmerksamkeit aufgrund des hohen Schweregrades und der direkten Gefährdung der Verschlüsselungsintegrität.
„`