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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-63252 betrifft Eclipse Milo in den Versionen 0.6.0 bis 1.1.4. Ein kritischer Speicherleck-Bug in den UASC-Server-Transport-Handlern führt zu einer Denial-of-Service-Anfälligkeit. Unauthentizierte Remote-Angreifer können durch gezieltes Aussenden unvollständiger Nachrichtenfragmente und anschließendem Verbindungsabbruch den gepoolten direkten Speicher des Servers erschöpfen und damit zu dessen Termination führen.
Betroffene Systeme
Vulnerable Versionen:
- Eclipse Milo 0.6.0 bis 1.1.4
Der OPC UA Stack wird häufig in industriellen Steuerungssystemen und IoT-Anwendungen eingesetzt. Besonders kritisch sind Produktionsumgebungen, die auf einer anfälligen Version basieren.
Technische Details
Die UASC-Transport-Layer implementiert einen Mechanismus zur Verarbeitung von Nachrichtenfragmentierungen. Bei einem Verbindungsabbruch während der Datenübertragung werden diese partiellen Message Chunks nicht ordnungsgemäß aus dem Speicher-Pool freigegeben. Dies führt zu einem graduellen Memory-Leak.
Ein Angreifer kann diese Schwachstelle durch folgendes Szenario ausnutzen:
- Aufbau mehrerer gleichzeitiger Verbindungen zum UASC-Server
- Versand von unvollständigen UASC-Message-Fragmenten
- Sofortiger Verbindungsabbruch ohne Completion
- Wiederholung dieses Prozesses in schneller Folge
Da keine Authentifizierung erforderlich ist, kann jeder Netzwerk-zugängliche Client diese Attacke durchführen. Der direkte Speicher (Direct Memory) wird durch den Bug nicht freigegeben, wodurch das Heap-Limit überschritten wird und der Server crasht.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortiges Update: Upgrade auf Eclipse Milo Version 1.1.5 oder neuer durchfĂĽhren
- Netzwerk-Segmentierung: UASC-Server von untrusted Netzwerken isolieren
- Monitoring: Heap-Memory-Auslastung und Connection-Events kontinuierlich ĂĽberwachen
- Rate-Limiting: Verbindungsaufbau-Raten begrenzen
- Firewall-Regeln: Strikte Zugriffskontrolle auf OPC UA Ports implementieren
Bewertung
CVSS v3.1: 7.5 (High)
Die Kombination aus leichtem Exploit, fehlender Authentifizierung und VerfĂĽgbarkeitskompromittierung rechtfertigt die High-Einstufung. FĂĽr produktive Umgebungen ist sofortiges Patching erforderlich.
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