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Zusammenfassung
CVE-2026-57880 ist eine kritische Stack-basierte Buffer-Overflow-Schwachstelle in der ssvr-Komponente von GeoVision Netzwerkkameras. Die Schwachstelle ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, über präparierte RTSP-Anfragen Ferncode-Ausführung zu erlangen. Mit einem CVSS-Score von 9.8 handelt es sich um eine kritische Sicherheitslücke mit hoher Priorität.
Betroffene Systeme
- GeoVision GV-LPC2011 Version 1.12 und frĂĽher
- GeoVision GV-LPC2211 Version 1.12 und frĂĽher
Betroffen sind IP-basierte Videosicherheitskameras, die das ssvr-Dienst-Modul verwenden.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der unzureichenden Validierung von RTSP Digest Authentication-Headern. Der vulnerable Code führt keine ausreichende Längenkontrolle durch, bevor Benutzereingaben in einen Stack-Puffer kopiert werden.
Ein unauthentifizierter Remote-Angreifer kann diese Schwachstelle durch das Versenden einer speziell präparierten RTSP-Anfrage mit überlangen Authentifizierungsdaten exploitieren. Die resultierende Speicherbeschädigung ermöglicht:
- Denial-of-Service (DoS) durch Crash des ssvr-Dienstes
- Stack-Speicher-Korruption
- Potenziell beliebige Code-Ausführung mit erhöhten Rechten
Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und setzt keine Authentifizierung voraus, was die Kritikalität erheblich erhöht.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmassnahmen: Betroffene Geräte aus dem Netzwerk isolieren oder Zugriff auf RTSP-Ports (554, 322) einschränken
- Netzwerk-Segmentierung: Kameras in separates VLAN auslagern
- Firewall-Regeln: RTSP-Traffic auf autorisierte Quellen begrenzen
- Monitoring: Logs auf verdächtige RTSP-Anfragen überprüfen
- Patch-Management: Auf verfĂĽgbare Firmware-Updates warten und zeitnah einspielen
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 9.8 (Critical)
Die extrem hohe Bewertung spiegelt das fehlende Authentifizierungs-Requirement, die Netzwerk-Erreichbarkeit und das Potenzial für Ferncode-Ausführung wider. Dies ist eine der kritischsten verfügbaren Schwachstellen für diese Geräte-Serie.
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