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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-58058 betrifft Nmap in der Version 7.99 und älter. Ein Fehler in der Funktion ipv6_get_data_primitive der libnetutil-Bibliothek führt zu einem Integer-Underflow bei der Verarbeitung von IPv6-Erweiterungsheadern. Dies ermöglicht Out-of-Bounds-Lesezugriffe und potenzielle Denial-of-Service-Zustände während IPv6-Netzwerk-Scans.
Betroffene Systeme
Nmap Versionen bis einschließlich 7.99 sind anfällig. Die Schwachstelle betrifft insbesondere Systeme, die IPv6-Netzwerk-Scanning durchführen oder als Ziel von IPv6-Scans fungieren. Beliebige Betriebssysteme mit verwundbaren Nmap-Installationen sind potenziell betroffen.
Technische Details
Der Fehler tritt in der Datei libnetutil/netutil.cc auf. Bei der Verarbeitung von IPv6-Erweiterungsheadern wird der Pointer nicht korrekt innerhalb der erfassten Paketgrenzen validiert. Wenn ein verkürzter oder manipulierter Erweiterungsheader verarbeitet wird, avanciert der Pointer über die Puffergrenzen hinaus. Dies führt zu einer Underflow-Kondition bei der Berechnung der verbleibenden Länge, wodurch diese zu einem großen Wert wird.
Ein Angreifer kann durch eine speziell präparierte IPv6-Antwort mit truncated Extension Header aus dem Netzwerk heraus diese Bedingung triggern. Die Folge sind unkontrollierte Speicherzugriffe jenseits der tatsächlichen Paketdaten.
Empfohlene Massnahmen
- Aktualisieren Sie Nmap auf eine Patch-Version, sobald diese verfügbar ist
- Beschränken Sie IPv6-Scanning auf vertrauenswürdige Netzwerke
- Implementieren Sie Netzwerk-Segmentierung für Scan-Operationen
- Überwachen Sie Nmap-Prozesse auf unerwartete Terminierung oder Crashes
- Deaktivieren Sie IPv6-Scanning wenn nicht erforderlich
Bewertung
CVSS-Score: 6.5 (Medium)
Angriffsvektor: Netzwerk
Kritikalität: Mittel – Die Schwachstelle erfordert ein crafted Response von einem Ziel oder On-Path-Angreifer, begrenzt jedoch nicht unbegrenzt die Auswirkungen auf Denial-of-Service.
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