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Zusammenfassung
CVE-2026-46406 betrifft Claude Code, ein agentic Coding-Tool von Anthropic. Die Schwachstelle existiert in den Versionen 2.1.59 bis 2.1.128 und ermöglicht es lokalen, unprivilegierten Benutzern, vertrauliche Informationen auszulesen oder Dateien zu manipulieren. Die Vulnerability wurde in Version 2.1.128 geschlossen.
Betroffene Systeme
Anthropic Claude Code (Versionen 2.1.59 bis 2.1.128)
Technische Details
Das /copy-Kommando schreibt Antworten in einen hartcodierten, vorhersehbaren Pfad: /tmp/claude/response.md. Diese Implementierung weist mehrere kritische Sicherheitsmängel auf:
Fehlende Dateizugriffsschutzmaßnahmen:
- Keine UID-Isolation zwischen privilegierten und unprivilegierten Prozessen
- Dateiberechtigungen 0644 (world-readable) auf Verzeichnis mit 0755 (world-traversable)
- Fehlende Zufallselemente oder Namensrandomisierung
Symlink-Exploitierbarkeit:
Da der Dateipfad statisch und vorhersehbar ist, kann ein lokaler Angreifer:
- Das Verzeichnis /tmp/claude/ vorab erstellen
- Einen Symlink unter
/tmp/claude/response.mdplatzieren - Den privilegierten Prozess veranlassen, diesem Symlink zu folgen
- Eine beliebige Datei des Angreifers mit sensiblen Daten überschreiben
Informationslecks:
Jeder lokale Benutzer kann die world-readable Datei auslesen und dadurch Secrets oder Credentials ausspähen, die ein privilegierter Benutzer mittels /copy-Kommando generierte.
Empfohlene Massnahmen
Sofortmaßnahmen:
- Claude Code auf Version 2.1.128 oder höher aktualisieren
- Temporäre Dateien in
/tmp/claude/überprüfen und ggf. löschen - Auf betroffenen Systemen laufende Prozesse mit erhöhten Rechten neu starten
Langfristige Sicherheitsmaßnahmen:
- Dateiberechtigungen regelmäßig prüfen
- Symlink-Attacken durch restriktive Verzeichnisberechtigungen minimieren
- Secrets niemals in lokal lesbaren Dateien speichern
- Temporäre Dateien mit mktemp oder ähnlichen sicheren APIs erstellen
Bewertung
Der CVSS-Score von 6.1 (Medium) ist gerechtfertigt. Die Vulnerability erfordert lokale Netzwerkzugriff und Koordination zwischen unprivilegierten und privilegierten Prozessen. Das Risiko ist jedoch erheblich für Multi-User-Systeme und wird durch die Voraussehbarkeit und Einfachheit der Exploitierbarkeit verstär