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Zusammenfassung
Die Sicherheitslücke CVE-2026-6556 betrifft @fastify/express in den Versionen 4.0.6 und älter. Ein kritischer Fehler in der Middleware-Pfad-Präfixierung ermöglicht es Angreifern, sicherheitskritische Middleware-Layer zu umgehen, die für Authentifizierung, Autorisierung, Rate Limiting oder Auditing zuständig sind. Der Schweregrad wird mit CVSS 9.1 als kritisch eingestuft.
Betroffene Systeme
Betroffene Software:
- @fastify/express Versionen ≤ 4.0.6
- Fastify-Ă–kosystem mit Express-Plugin
Angriffsvektor: Netzwerk (Network) – Keine lokale oder physische Präsenz erforderlich
Technische Details
Das Vulnerability liegt in der unvollständigen Pfad-Präfixierung von Middleware-Mount-Punkten. Das Plugin rewrite den Präfix nur dann, wenn der Path-Argument als String übergeben wird. Alternative Path-Definitionen wie:
- Arrays von Pfaden
- Reguläre Ausdrücke (RegExp)
werden nicht ordnungsgemäß mit dem Plugin-Präfix versehen. Dies führt dazu, dass die registrierte Middleware nicht auf die tatsächliche gepräfixte Request-Path passt.
Angriffsszenarien:
Ein Angreifer kann durch das Senden einer Anfrage an die gepräfixte Route den Security-Bypass auslösen. Fastify matched zwar die Route korrekt, die Middleware wird jedoch übersprungen, da die Pfad-Präfixe nicht übereinstimmen.
Empfohlene Massnahmen
Patch: Sofortiges Upgrade auf @fastify/express Version 4.0.7 oder höher durchführen.
Workarounds (bis Patch verfĂĽgbar):
- AusschlieĂźliche Verwendung von String-basierten Mount-Pfaden statt Arrays oder RegExp
- Separate use()-Aufrufe fĂĽr jeden Pfad registrieren
- Middleware-Layer auf globaler Ebene statt Plugin-bezogen implementieren
Bewertung
CVSS Score: 9.1 (Kritisch)
VerfĂĽgbarkeit des Patches: Ja
Handlungsbedarf: Unmittelbar
Diese Sicherheitslücke stellt ein erhebliches Risiko dar, da authentifizierungs- und autorisierungskritische Middleware vollständig umgangen werden kann. Ein umgehendes Update wird dringend empfohlen.
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