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Zusammenfassung
CVE-2026-47871 beschreibt eine Directory-Traversal-Schwachstelle in VMware Avi Load Balancer. Die Sicherheitslücke ermöglicht authentifizierten Netzwerkbenutzern, durch fehlerhafte Validierung von Dateipfaden unberechtigt auf Verzeichnisse zuzugreifen. Mit einem CVSS-Score von 8.8 wird die Anfälligkeit als hochgefährlich eingestuft.
Betroffene Systeme
Folgende VMware Avi Load Balancer Versionen sind betroffen:
- Version 32.1.1 (Patch: 32.1.2)
- Versionen 31.1.1 bis 31.2.2 (Patch: 31.2.2-2p3)
- Versionen 30.1.1 bis 30.2.6 (Patch: 30.2.7)
- Versionen 22.1.1 bis 22.1.7 (Patch: 30.2.7)
Technische Details
Die Vulnerabilität basiert auf unzureichender Validierung von Dateipfaden im Load Balancer. Ein authentifizierter Angreifer kann spezielle Sequenzen wie „../“ (Parent-Directory-Traversal) einschleusen, um auĂźerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses auf sensitive Dateien zuzugreifen. Dies ermöglicht potenziell das Auslesen von Konfigurationsdateien, Zertifikaten oder anderen kritischen Daten.
Der Angriffsvektor ist netzwerkgebunden (Network), erfordert jedoch vorab eine Authentifizierung. Dies reduziert die unmittelbare Bedrohung durch externe Angreifer, stellt jedoch ein hohes Risiko fĂĽr interne Benutzer oder kompromittierte Konten dar.
Empfohlene Massnahmen
- Sofort: Installieren Sie die bereitgestellten Patches fĂĽr Ihre Version
- Überprüfen Sie Zugriffsprotokolle auf verdächtige Directory-Traversal-Versuche
- Beschränken Sie Netzwerkzugriff auf Load Balancer-Interfaces
- Implementieren Sie Least-Privilege-Prinzipien fĂĽr Benutzerkonten
- Monitoren Sie File-System-Zugriffe auf sensitive Verzeichnisse
Bewertung
Mit CVSS 8.8 ist diese Sicherheitslücke als hochkritisch zu bewerten. Die Kombination aus hoher Komplexität und starkem Impact auf Vertraulichkeit erfordert schnelle Handlung. Da noch kein Patch verfügbar ist, sollten Organisationen verstärkte Überwachungsmaßnahmen implementieren und den Load Balancer segmentieren.
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