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Zusammenfassung
CVE-2026-63090 beschreibt eine kritische Heap-basierte Buffer-Overflow-Anfälligkeit in der mod_sftp-Module von ProFTPD vor den Versionen 1.3.9c und 1.3.10rc3. Authentifizierte Benutzer mit niedrigen Privilegien können durch speziell präparierte SFTP-Paketfragmente beliebigen Code mit erhöhten Rechten ausführen.
Betroffene Systeme
- ProFTPD vor Version 1.3.9c
- ProFTPD 1.3.10 vor Release Candidate 3
- Systeme mit aktiviertem mod_sftp-Modul
Der Exploit erfordert gültige Authentifizierungsdaten zum Server und ist daher auf authentifizierte Angreifer mit minimalen Systemrechten beschränkt.
Technische Details
Die Anfälligkeit befindet sich in der fxp.c-Komponente des mod_sftp-Moduls. Der 16 KB große Reassembly-Buffer wird durch überdimensionierte Paketfragmente überlaufen. Die fehlerhafte Reallokationslogik ermöglicht es Angreifern, Heap-Metadaten zu manipulieren, insbesondere die Pool-Freelist-Struktur.
Der Exploit nutzt mehrere Techniken zur CodeausfĂĽhrung:
- Manipulation des root_fs BSS Global-Pointers zur Referenzierung einer gefälschten Filesystem-Struktur
- Umleitung der pr_fsio_stat()-Funktion zur system()-Funktion
- Ausnutzung eines manipulierten RENAME-Requests zur BefehlsausfĂĽhrung
Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert, erfordert aber gĂĽltige Anmeldedaten.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Aktualisierung auf ProFTPD 1.3.9c oder höher
- Deaktivierung des mod_sftp-Moduls bis Updates verfĂĽgbar sind
- Einschränkung des SFTP-Zugriffs auf vertrauenswürdige Benutzer und IPs
- Überwachung von ungewöhnlichen SFTP-Aktivitäten und Buffer-Overflow-Versuchen
- Implementierung von AppArmor/SELinux-Profilen zur ProzessisoÂlation
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 8.8 (High)
Trotz der Anforderung von Authentifizierungsdaten ist diese Anfälligkeit kritisch einzustufen. Interne Benutzer oder kompromittierte Konten können zu vollständiger Systemübernahme führen. Die Kombination aus Code-Ausführungs- und Privilege-Escalation-Potenzial macht sofortige Patches notwendig.
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