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Zusammenfassung
CVE-2026-69096 beschreibt eine kritische OS-Command-Injection-Vulnerabilität in OpenWrt luci-app-dockerman. Die Schwachstelle betrifft den ucode-basierten Docker-RPC-Backend und ermöglicht authentifizierten Angreifern mit eingeschränkten Berechtigungen die Ausführung beliebiger Befehle im Root-Kontext des rpcd-Dienstes.
Betroffene Systeme
- OpenWrt LuCI master branch
- OpenWrt-25.12 Snapshots
- luci-app-dockerman mit ucode docker_rpc.uc Backend
- NICHT betroffen: OpenWrt 24.10 und 23.05 (keine RPC-Backend-Implementation)
Technische Details
Schwachstellenursache: Das docker.container.ttyd_start RPC-Interface führt Shell-Befehle aus, ohne die eingabegesteuerten Parameter (id, cmd, uid) zu escaped oder mittels argv-Array zu übergeben. Der run_ttyd-Handler konstruiert die Kommandozeile direkt mittels string concatenation und übergibt diese an system().
ACL-Konfiguration: Die read-ACL-Definitionen gewähren zu breit gefasste ubus-Zugriffe auf docker.* und docker.container.* Namespaces, wodurch auch mutierend wirkende Methoden exponiert werden.
Angriffsvektor: Authentifizierte Angreifer mit nur lesender luci-app-dockerman-ACL können Shell-Metazeichen (Pipes, Command-Substitution, Operatoren) in den id-Parameter injizieren und beliebige Systemkommandos als root via HTTP POST auf /ubus ausführen.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Deaktivierung von luci-app-dockerman bis Patch verfügbar ist
- Beschränkung des ubus-Zugriffs auf vertrauenswürdige Systeme mittels Firewall-Regeln
- Monitoring von /ubus-Anfragen auf verdächtige Parameter
- Überwachung auf unauthorized Docker-RPC-Zugriffe im rpcd-Log
- Warten auf offizielle Sicherheits-Updates von OpenWrt
Bewertung
CVSS 8.8 (High): Hohe Exploitbarkeit durch niedriger Privileg-Anforderung, breiter Scope und direkter Command-Execution als root. Kritisch für produktive Systeme. Sofortige Gegenmaßnahmen erforderlich. Stand: Kein Patch verfügbar.
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