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Zusammenfassung
Die SicherheitslĂĽcke CVE-2026-62927 betrifft Eclipse Milo in den Versionen 1.0.0 bis 1.1.4.
Ein kritischer Autorisierungsfehler ermöglicht es unauthentifizierten oder niedrig-privilegierten
Clients, eigentlich verbotene Methoden auszufĂĽhren, indem diese mit autorisierten Methoden in
einem Batch kombiniert werden. Der CVSS-Score von 7.5 klassifiziert diese Schwachstelle als
High-Risk-Vulnerability.
Betroffene Systeme
Produkt: Eclipse Milo
Versionen: 1.0.0 bis 1.1.4
Angriffsvektor: Network (Netzwerkzugriff erforderlich)
Komplexität: Low (einfache Exploitation möglich)
Technische Details
Die Verwundbarkeit liegt im Call-Service von Eclipse Milo. Dieser Service verarbeitet
Batch-Anfragen von OPC UA-Clients. Das Problem besteht darin, dass die AutorisierungsprĂĽfung
vor der Verarbeitung durchgefĂĽhrt wird, aber die ursprĂĽngliche, unbefilterte Batch-Anfrage
an die Address-Space-Handler weitergeleitet wird.
Angreifer können diese Logik-Lücke ausnutzen, indem sie eine blockierte Methode zusammen mit
einer erlaubten Methode in einer einzigen Batch-Operation versenden. Da die Autorisierung
bereits abgeschlossen ist, werden beide Methoden von den Handler-Komponenten verarbeitet,
ohne dass die Zugriffskontrolle erneut greift.
Empfohlene Massnahmen
- Dringend: Update auf Eclipse Milo Version 1.1.5 oder höher durchführen
- Netzwerksegmentierung implementieren und OPC UA-Ports (standardmäßig TCP 4840) einschränken
- Authentifizierung und VerschlĂĽsselung fĂĽr alle OPC UA-Verbindungen aktivieren
- Zugriffe auf kritische Systeme ĂĽberwachen und loggen
- Regelmäßige Sicherheits-Updates für alle Eclipse Milo-Instanzen planen
Bewertung
CVSS v3.1 Base Score: 7.5 (High)
VerfĂĽgbar: Ja
Risiko: Die Schwachstelle ermöglicht unbefugte Methodenaufrufe mit hohem
Schadenpotenzial, besonders in ICS/SCADA-Umgebungen. Ein zeitnaher Patch ist erforderlich.
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