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Zusammenfassung
CVE-2026-72693 beschreibt eine lokale Privilege-Escalation-Schwachstelle in openvt. Die Schwachstelle ermöglicht es unprivilegierten Prozessen, sich als privilegierter Benutzer (typischerweise root) anzumelden, wenn openvt mit der Option `-u` in einem privilegierten Kontext ausgefĂĽhrt wird. Das Schweregrad ist mit CVSS 7.8 als „High“ bewertet.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Systeme mit openvt-Implementierungen, die in dokumentierten kbrequest/init-Deployment-Szenarien verwendet werden. Besonders betroffen sind Systeme, die openvt mit den Optionen `-us` für privilegierte VT-Spawning nutzen. Dies umfasst verschiedene Linux-Distributionen und Unix-ähnliche Betriebssysteme mit entsprechender openvt-Nutzung.
Technische Details
Die Authentifizierungslogik in openvt basiert auf der Funktion `authenticate_user()`, die durch `stat(„/proc/
Ein Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, wenn nach einem Logout der TTY-Eigentümer zu root oder zum getty-Eigentümer zurückkehrt, während ein unprivilegierter Prozess noch fd 0 an das TTY attached hat. Die fehlerhafte Überprüfung führt dann zur Behandlung des Prozesses als privilegierter Konsolen-Eigentümer. Der `-u` Pfad führt anschließend ein passwortloses Login aus.
Empfohlene Massnahmen
- Vermeiden Sie die Verwendung von `openvt -u` in privilegierten Kontexten bis ein Patch verfĂĽgbar ist
- Implementieren Sie Alternative Authentifizierungsmechanismen
- Beschränken Sie den Zugriff auf kbrequest/init-Funktionen
- Ăśberwachen Sie TTY-EigentĂĽmerwechsel auf suspekte Muster
- Aktualisieren Sie openvt sobald Sicherheits-Patches verfĂĽgbar sind
Bewertung
CVSS Score: 7.8 (High)
Angriffsvektor: Local
Authentifizierung erforderlich: Nein
Patch-Status: Nicht verfĂĽgbar
Diese Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff, ermöglicht aber vollständige Privilege-Escalation zu Root-Rechten in anfälligen Deployment-Konfigurationen.
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