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Zusammenfassung
CVE-2026-79664 ist eine kritische Sicherheitslücke in Ech0 vor Version 4.7.3, die es Angreifern ermöglicht, perpetuelle Authentifizierung aufrechtzuerhalten. Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Implementierung von Token-Revocationsmechanismen. Besonders kritisch ist die Kombination dreier fehlerhafter Revocationspfade, die zusammenwirken, um gestohlene Tokens langfristig gültig zu halten.
Betroffene Systeme
Alle Ech0-Versionen vor 4.7.3 sind betroffen. Die Schwachstelle manifestiert sich insbesondere in Umgebungen, in denen Access Tokens mit der „never-expire“-Option konfiguriert sind. Systeme mit aktiviertem Token-Revocation-Management sind besonders gefährdet.
Technische Details
Die Vulnerabilität basiert auf drei Fehler in der Token-Verwaltung:
- Logout-Panic: Der Logout-Prozess verursacht einen Panic-Fehler bei nil ExpiresAt-Feldern, wodurch die Revocation nicht abgeschlossen wird.
- RevokeToken-Bypass: Die RevokeToken-Funktion überspringt die Revocation, wenn remainTTL gleich null ist.
- Admin-Delete-Lücke: Administrative Token-Löschung blacklisted die JTI (JWT ID) nicht, sodass Tokens kryptographisch valid bleiben.
Gestohlene Tokens bleiben bis zur nächsten JWT-Secret-Rotation verwertbar, was erhebliche Sicherheitsrisiken darstellt.
Empfohlene Massnahmen
Sofortmassnahmen:
- Upgrade auf Ech0 4.7.3 oder höher durchführen
- Tokens mit „never-expire“-Option deaktivieren und durch zeitgebundene Tokens ersetzen
- JWT-Secret-Rotation durchführen
- Access-Token-Logs auf ungewöhnliche Aktivitäten prüfen
Langfristige Strategien:
- Token-Blacklist-System implementieren
- Regelmäßige Sicherheitsaudits durchführen
- Monitoring für Revocation-Failures aktivieren
Bewertung
CVSS 7.4 (High): Die Schwachstelle ermöglicht unbegrenzten authentifizierten Zugriff nach Token-Diebstahl, erfordert jedoch initiale Token-Kompromittierung. Die fehlende Revocation-Funktionalität kombiniert mit never-expire-Tokens stellt erhebliche Compliance- und Sicherheitsrisiken dar. Trotz fehlenden Patches ist eine sofortige Mitigation durch Versionsaktualisierung kritisch erforderlich.
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