Was ist passiert?
Das CERT Coordination Center (CERT/CC) hat zwei kritische, bislang ungepatchte Schwachstellen in der HTML5-Video-Player-Bibliothek von Kaltura offengelegt. Diese Lücken ermöglichen es unauthentifizierten Angreifern, beliebige Dateien von einem Server auszulesen und Code darauf auszuführen. Die als CVE-2026-19913 und CVE-2026-19912 registrierten Schwachstellen resultieren aus unsicherer Deserialisierung im mwEmbedLoader.php-Endpunkt des mwEmbed-Players.
Hintergrund & Bedeutung
Kaltura ist eine weit verbreitete Video-Management- und Streaming-Plattform, die von zahlreichen Unternehmen, Medienanbietern und Bildungseinrichtungen weltweit eingesetzt wird. Die mwEmbed-Bibliothek ist ein zentraler Bestandteil dieser Infrastruktur. Unsichere Deserialisierung zählt zu den kritischsten Angriffsangriffsvektoren und kann zu Remote Code Execution (RCE) führen – mit verheerenden Folgen für betroffene Systeme. Da die Anfälligkeit keine Authentifizierung erfordert, ist das Risiko erheblich.
Empfehlungen fuer IT-Teams
Sofortmassnahmen:
- Überprüfen Sie sofort, ob Sie Kaltura-Systeme mit mwEmbed im Einsatz haben
- Implementieren Sie Web Application Firewalls (WAF) mit Regeln zur Erkennung verdächtiger Deserialisierungs-Anfragen
- Überwachen Sie mwEmbedLoader.php auf ungewöhnliche Zugriffe und Parameter
- Warten Sie auf verfügbare Patches und spielen Sie diese zeitnah ein
- Erwägen Sie eine temporäre Isolation betroffener Systeme oder Zugriffsbeschränkungen
Fazit
Diese Kaltura-Schwachstellen stellen eine ernst zu nehmende Bedrohung dar. IT-Teams sollten unverzüglich Inventarisierung und Absicherungsmassnahmen einleiten, bis offizielle Patches verfügbar sind.
Quelle: Original Artikel