CVE-2026-45555 High CVSS 7.8/10

🟠 CVE-2026-45555: High Schwachstelle

CVE-2026-45555
7.8/10
High
Nein
Various
Local

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Zusammenfassung

Die Schwachstelle CVE-2026-45555 betrifft den Roslyn CodeLens MCP Server in den Versionen 0.0.9 bis 1.17.0. Das Tool lädt und führt DiagnosticAnalyzer-Assemblies ohne Validierungsmechanismen aus, was zu arbitrary code execution führt. Der CVSS-Score von 7.8 klassifiziert diese als High-Severity-Vulnerabilität mit lokalem Angriffsvektor.

Betroffene Systeme

Betroffen sind alle Systeme, auf denen Roslyn CodeLens MCP Server in den Versionen 0.0.9 bis einschließlich 1.16.x installiert ist. Dies umfasst Entwicklungsumgebungen, die das Tool zur semantischen Code-Analyse von .NET-Projekten nutzen. Das Tool wird typischerweise in IDE-Integrationen und automatisierten Code-Analyse-Pipelines eingesetzt.

Technische Details

Die Schwachstelle liegt in der Implementierung des get_diagnostics MCP-Tools. Dieses lädt alle in .csproj-Dateien referenzierten DiagnosticAnalyzer-Assemblies ohne:

  • Allowlist-Überprüfung
  • Digitale Signaturvalidierung
  • Benutzerbestätigung

Kritisch ist die Standard-Konfiguration: includeAnalyzers ist standardmäßig auf true gesetzt, sodass keine explizite Aktivierung erforderlich ist. Ein Angreifer kann eine manipulierte .csproj-Datei mit Referenz zu einer bösartigen DLL im Zielverzeichnis platzieren. Beim Öffnen des Projekts mit dem MCP-Server wird die DLL automatisch geladen und mit den Privilegien des Server-Prozesses ausgeführt.

Empfohlene Massnahmen

Sofortmassnahmen:

  • Aktualisierung auf Version 1.17.0 oder neuer durchführen
  • Öffnen von .NET-Projekten aus untrusted Quellen vermeiden
  • Code-Review vor dem Öffnen von Repositories durchführen

Langfristige Strategien:

  • Implementierung von Code-Scanning vor der Projektöffnung
  • Verwendung isolierter Entwicklungsumgebungen
  • Monitoring von Assembly-Laden-Operationen

Bewertung

Die Vulnerabilität stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Kombination aus fehlender Validierung, Standard-Aktivierung und lokalem Angriffsvektor ermöglicht praktikable Exploits. Die Verfügbarkeit eines Patches in Version 1.17.0 macht ein sofortiges Update zwingend erforderlich.

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