Was ist passiert?
Lumen Technologies hat seine Asset- und Exposure-Management-Prozesse grundlegend überarbeitet und die Anzahl der verwalteten Assets von 17.000 auf 1,1 Millionen erhöht. Dies zeigt ein massives Defizit in der initialen Asset-Inventarisierung. Die Studie des Axonius Actionability Report 2026 offenbart ein branchenweites Problem: Nur 45% der Organisationen konsolidieren ihre Asset- und Exposure-Daten in einer einzigen Ansicht.
Hintergrund & Bedeutung
Eine unvollständige oder fehlerhafte Asset-Inventarisierung ist eine kritische Schwachstelle in der IT-Security-Infrastruktur. Wenn die Grundlagen nicht stimmen, vererben sich diese Fehler durch alle nachgelagerten Security-Programme wie Vulnerability Management, Compliance und Incident Response. Die massiven Unterschiede bei Lumen verdeutlichen, dass viele Unternehmen unbewusst Tausende Assets übersehen – ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Diese „blinden Flecken“ können von Angreifern gezielt ausgenutzt werden, da unbekannte Assets nicht geschützt oder überwacht werden.
Empfehlungen fuer IT-Teams
Unternehmen sollten ihre Asset-Inventarisierung durch automatisierte Discovery-Tools überprüfen und validieren. Eine zentrale, konsolidierte Datenbank für alle IT-Assets (Hardware, Software, Cloud-Ressourcen) ist essentiell. Regelmäßige Audits und Scanning-Prozesse müssen etabliert werden. Zudem sollte eine Cross-Team-Zusammenarbeit zwischen IT-Betrieb und Security stattfinden, um Hidden Assets zu identifizieren.
Fazit
Die Erfahrung von Lumen Technologies zeigt: Eine realistische Asset-Inventarisierung ist Grundvoraussetzung für effektives Security Management. Unternehmen sollten proaktiv ihre Asset-Listen überprüfen und Lücken schließen, bevor Angreifer diese ausnutzen.
Quelle: Original Artikel