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Zusammenfassung
CVE-2026-45558 ist eine kritische Sicherheitslücke in Roxy-WI (Versions 8.2.6.4 und älter), einer Web-Administrationsoberfläche für HAProxy, Nginx, Apache und Keepalived. Die Schwachstelle ermöglicht authentifizierten Benutzern mit niedriger Berechtigung (Rolle ≤ 3) die Einschleusung willkürlicher HAProxy-Direktiven, die zu Remote Code Execution auf Load-Balancern führen.
Betroffene Systeme
Roxy-WI in Version 8.2.6.4 und älteren Versionen. Die Anfälligkeit betrifft alle HAProxy-Instanzen, die über das betroffene Roxy-WI-System verwaltet werden. Weitere betroffene Systeme werden durch die Verwaltung von Nginx, Apache und Keepalived bereitgestellt.
Technische Details
Die Schwachstelle befindet sich in den HAProxy-Abschnitten-Save-Endpunkten (POST /api/service/haproxy/<server_id>/section/<section_type> sowie PUT-Varianten fĂĽr global und defaults). Diese Endpoints akzeptieren ein JSON-Feld „option“, das weder validiert noch maskiert wird. Das Feld wird unverändert in die HAProxy-Konfiguration eingefĂĽgt, unter Verwendung der Ansible-Templates section.j2, global.j2 und defaults.j2.
Nach der Konfigurationserstellung wird diese an den Load-Balancer ĂĽbertragen und HAProxy mittels systemctl reload neu geladen. Ein Angreifer kann die Direktive „external-check + external-check command“ mit beliebigen Befehlen missbrauchen, z.B.: /bin/bash -c ‚…‘. Dies fĂĽhrt zu Remote Code Execution mit den Privilegien des haproxy-Benutzers bei jedem GesundheitsprĂĽfungs-Tick.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Einschränkung des Zugriffs auf Roxy-WI-Administrationsschnittstellen
- Ăśberwachung von HAProxy-Konfigurationsänderungen auf verdächtige „external-check“-Einträge
- Regelmäßige Überprüfung von Benutzerrollen und Berechtigungen
- Isolierung betroffener Load-Balancer-Umgebungen bis zur VerfĂĽgbarkeit eines Patches
- Ăśberwachung offizieller Sicherheitsupdates von Roxy-WI
Bewertung
CVSS-Score: 9.9 (Critical) | Die extrem hohe Bewertung spiegelt das kritische RCE-Risiko wider. Die Kombination aus niedriger erforderlicher Berechtigung, hohem Angriffsaufwand auf netzwerkebene und vollständiger Systemkompromittierung macht diese Lücke zu einer kritischen Bedrohung für betroffene Infrastrukturen.
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