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Zusammenfassung
CVE-2026-60090 beschreibt eine kritische SQL/CQL-Injection-Schwachstelle in PraisonAI vor Version 4.6.78. Die Vulnerabilität liegt in der fehlenden Input-Validierung des dimension-Parameters in den Knowledge-Store-Backends für PGVector und Cassandra. Durch manipulierte Dimension-Werte können Angreifer beliebige Datenbankbefehle injizieren und ausführen.
Betroffene Systeme
- PraisonAI vor Version 4.6.78
- Systeme mit aktiviertem PGVector-Backend
- Systeme mit aktiviertem Cassandra-Backend
- Installationen mit Netzwerkzugriff auf Collection-Creation-Funktionen
Technische Details
Die Methode create_collection() akzeptiert einen dimension-Parameter, der als Integer deklariert ist, aber zur Laufzeit nicht validiert wird. Der Parameter wird direkt in die CREATE TABLE-DDL-Anweisung interpoliert, ohne vorherige Sanitierung.
Angriffsbeispiel: Ein Angreifer kann folgende Payload als Dimension-Wert ĂĽbergeben:
'3); DROP TABLE tenant_secrets; --'
Dies fĂĽhrt zur AusfĂĽhrung mehrerer SQL/CQL-Statements:
CREATE TABLE ... (vector VECTOR(3); DROP TABLE tenant_secrets; --);
Zwar werden Schema-, Keyspace- und Collection-Namen validiert, der kritische dimension-Wert wird jedoch ignoriert. Dies ermöglicht Datenlöschung, Datenverlust oder Datenbankzugriff.
Empfohlene Massnahmen
- Sofort: Beschränkung des Netzwerkzugriffs auf Collection-Creation-APIs
- Kurzfristig: Implementierung von Input-Filtering fĂĽr Dimension-Werte (nur numerische Zeichen erlauben)
- Langfristig: Update auf PraisonAI 4.6.78 oder höher (sobald verfügbar)
- Datenbank-Backups durchfĂĽhren
- Audit-Logs auf verdächtige Collection-Erstellungen prüfen
- Authentifizierung und Autorisierung auf API-Ebene verstärken
Bewertung
CVSS v3.1: 9.8 (Critical)
Angriffsvektor: Netzwerk
Authentifizierung: Nicht erforderlich
VerfĂĽgbarkeit: Kein Patch vorhanden
Diese Schwachstelle erfordert sofortige Mitigationsmassnahmen, da ein unauthentifizierter Angreifer mit Netzwerkzugriff die Datenbankintegrität gefährden kann.
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