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CVE-2026-74878: openssl_encrypt TOTP Rate Limiter Bypass
Zusammenfassung
openssl_encrypt Versionen vor 1.4.0 weisen eine kritische Schwachstelle auf. Der implementierte In-Memory Rate Limiter für TOTP-Brute-Force-Schutz ist nicht über mehrere Worker-Prozesse verteilt und geht bei Server-Neustarts verloren. Dies ermöglicht Angreifern, die Authentifizierungsschutzmaßnahmen zu umgehen.
Betroffene Systeme
- openssl_encrypt < 1.4.0
- Multi-Worker Konfigurationen (Apache, Nginx mit PHP-FPM)
- Systeme mit häufigen Server-Neustarts
- Load-Balanced Umgebungen
Technische Details
Schwachstelle: Der Rate Limiter speichert Authentifizierungsversuche nur im Arbeitsspeicher des aktuellen Prozesses. Jeder Worker-Prozess führt eine separate Zählung, wodurch sich Angreifer ihre Versuche auf mehrere Instanzen verteilen können.
Angriffsvektor: Network-basiert, keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Ein Angreifer kann:
- Anfragen auf verschiedene Server-Instanzen verteilen
- Nach Server-Restart sofort neue Brute-Force-Versuche starten
- TOTP-Codes mit deutlich reduzierten Wartezeiten durchprobieren
CVSS Score: 9.8 (Critical) – Hohe Komplexität nicht erforderlich, vollständige Authentifizierungsumgehung möglich.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortmaßnahme: Upgrade auf openssl_encrypt 1.4.0 oder höher durchführen
- Interim-Schutz: Verteilten Cache (Redis, Memcached) fĂĽr Rate Limiting implementieren
- DatenbankgestĂĽtzte TOTP-Versuchsverfolgung einfĂĽhren
- Monitoring auf verdächtige Authentifizierungsmuster aktivieren
- Multi-Factor-Authentication zusätzliche Layer hinzufügen
Bewertung
Diese Schwachstelle stellt eine kritische Bedrohung für die Authentifizierungssicherheit dar, insbesondere in verteilten Systemen. Betroffene Organisationen sollten priorität auf Patching legen. Bis zur Aktualisierung sind Zwischenlösungen mit persistentem Speicher essential.
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