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Zusammenfassung
Das Mailgun for WordPress Plugin in Version 2.2.0 und älter ist anfällig für Server-Side Request Forgery (SSRF) Attacken via Path Traversal. Die Schwachstelle ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern, mit den API-Credentials der WordPress-Installation beliebige Mailgun API-Anfragen zu tätigen. Dies kann zur Erstellung von Email-Forwarding-Routen führen, um Passwort-Reset-Emails abzufangen und Administrator-Accounts zu übernehmen.
Betroffene Systeme
Das Mailgun for WordPress Plugin in den Versionen bis einschließlich 2.2.0 ist vulnerabel. Alle WordPress-Installationen mit aktiviertem Plugin sind gefährdet, unabhängig von der WordPress-Version oder dem Hosting-Provider.
Technische Details
Die Schwachstelle befindet sich in der add_list()-Funktion des Plugins. Diese Funktion akzeptiert benutzergesteuerte Array-Keys aus dem $_POST['addresses']-Parameter und validiert diese unzureichend durch sanitize_text_field(). Dies ist nicht ausreichend zur Abwehr von SSRF-Attacken.
Ein Angreifer kann speziell manipulierte POST-Anfragen senden, die das Plugin dazu bringen, authentifizierte Requests an beliebige Mailgun API-Endpoints zu tätigen. Dabei werden die im Plugin gespeicherten Mailgun API-Keys verwendet, was dem Angreifer vollständigen Zugriff auf die Mailgun-Konfiguration ermöglicht.
Insbesondere können Angreifer Email-Forwarding-Routen erstellen, um eingehende Password-Reset-Emails abzufangen und dadurch Administrator-Accounts zu kompromittieren.
Empfohlene Massnahmen
- Plugin sofort deaktivieren und deinstallieren
- Mailgun API-Keys rotieren und erneuern
- Logs auf verdächtige Mailgun API-Aktivitäten überprüfen
- Administrator-Account-Passwörter zurücksetzen
- Alternative Email-Plugins evaluieren
- WordPress und alle Plugins aktualisieren
Bewertung
CVSS 9.8 (Critical): Diese Bewertung reflektiert das hohe Risiko durch unauthentifizierte Remote-Attacken mit umfassenden Auswirkungen auf Authentizität und Vertraulichkeit des Systems. Ein Patch steht aktuell nicht zur Verfügung.
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