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Zusammenfassung
CVE-2026-10665 beschreibt eine kritische Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle (CWE-787) im WireGuard-Subsystem des Zephyr Real-Time Operating System. Die Vulnerability ermöglicht es Angreifern, durch manipulierte UDP-Datagramme Speicher jenseits eines konfigurierten Puffers zu überschreiben, was zu Remote Code Execution oder Denial of Service führt.
Betroffene Systeme
Betroffene Version: Zephyr 4.4.0
Kritische Komponente: subsys/net/lib/wireguard, Funktion wg_process_data_message() in wg_crypto.c
Betroffen sind alle IoT- und Embedded-Systeme, die Zephyr 4.4.0 mit aktiviertem WireGuard-Subsystem ausfĂĽhren und ĂĽber Netzwerk erreichbar sind.
Technische Details
Fehlerhafter Code-Pfad: Die Funktion wg_process_data_message() linearisiert eingehende WireGuard-Transportdaten in einen Pool-Puffer der Größe CONFIG_WIREGUARD_BUF_LEN, bevor eine Entschlüsselung stattfindet.
Root Cause: Der Aufruf net_buf_linearize(buf->data, data_len, pkt->buffer, …, data_len) verwendet das attacker-kontrollierte data_len sowohl als Zielkapazität als auch als Kopierumfang. Die interne Schutzfunktion len = min(len, dst_len) wird dadurch umgangen.
Angriffspfad: data_len wird aus der UDP-Datagrammlänge abgeleitet, ohne Obergrenzenprüfung. Bei Überschreitung des Pufferlimits — etwa durch Fragmentierung oder MTU-Misconfiguration — erfolgt ein unkontrollierter memcpy-Overflow. Das Exploit erfordert nur einen gültigen Session-Index, nicht aber einen validen Poly1305-Authenticator.
Kritisch: Der Speicherüberlauf tritt vor der Authentifizierungsprüfung auf und ist durch jeden netzwerkfähigen Peer oder On-Path-Angreifer erreichbar.
Empfohlene Massnahmen
- Zephyr-Installation auf eine gepatchte Version aktualisieren
- WireGuard-Subsystem deaktivieren, bis Patches verfĂĽgbar sind
- Netzwerksegmentierung implementieren; WireGuard-Traffic limitieren
- Monitoring für abnormale WireGuard-Paketgrößen einrichten
- Memory Protection Units (MPU) aktivieren, falls verfĂĽgbar
Bewertung
CVSS 3.1 Score: 7.4 (High)
Die Schwachstelle bietet direkten Netzwerkzugriff ohne Authentifizierung, ermöglicht Remote Memory Corruption und garantiert Denial of Service. Sie wird durch die fehlende Patchverfügbarkeit (Patch: No) erheblich verschärft.
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