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Zusammenfassung
Eine Command-Injection-Schwachstelle wurde in GL.iNet GL-MT3000 Geräten bis Version 4.4.5 identifiziert. Die Vulnerability befindet sich in der Funktion replace_country der RPC-Bibliothek für den Tor Proxy Service. Die Schwachstelle ermöglicht unauthentifizierte Angreifer die Remote-Ausführung beliebiger Befehle mit erhöhten Privilegien. Mit einem CVSS-Score von 8.8 wird diese als kritisch eingestuft.
Betroffene Systeme
GL.iNet GL-MT3000 Geräte in den Versionen bis einschließlich 4.4.5 sind vulnerable. Dies betrifft insbesondere Geräte mit aktiviertem Tor Proxy Service. Der CVSS-Vektor zeigt Netzwerk-basierte Angriffsinitiierung ohne erforderliche Authentifizierung.
Technische Details
Die Schwachstelle existiert in der Komponente /usr/lib/oui-httpd/rpc/tor. Die Funktion replace_country validiert Benutzereingaben unzureichend, bevor diese an Systemaufrufe weitergegeben werden. Dies ermöglicht es Angreifern, Shell-Metazeichen einzuschleusen und beliebige Systembefehle auszuführen.
Ein erfolgreicher Exploit ermöglicht:
- Remote Code Execution (RCE) ohne Authentifizierung
- Systemweite Kompromittierung des Routers
- Missbrauch des Geräts für weitere Netzwerk-Angriffe
- Datendiebstahl durch Manipulation der Tor-Konfiguration
Exploit-Code wurde bereits öffentlich veröffentlicht, was das Risiko erheblich erhöht.
Empfohlene Massnahmen
Kritisch: Unmittelbares Upgrade auf Version 4.7 oder höher ist erforderlich. Falls ein Upgrade temporär nicht möglich ist, sollten folgende Mitigationen implementiert werden:
- Tor Proxy Service deaktivieren, falls nicht essentiell
- HTTP(S)-Management-Interface auf lokale Netze beschränken
- Firewall-Regeln zur Isolierung des Geräts implementieren
- Netzwerk-basierte Intrusion Detection aktivieren
Bewertung
Die Vulnerability stellt eine kritische Bedrohung dar. Die Kombination aus hohem CVSS-Score (8.8), öffentlich verfügbarem Exploit und fehlender Authentifizierungsanforderung macht schnelle Remediation obligatorisch. Das positive Vendor-Response-Verhalten durch schnelle Patch-Bereitstellung wird anerkannt.
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