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Zusammenfassung
FrontAccounting vor Version 2.4.20 weist eine kritische SQL-Injection-Schwachstelle in der Funktion get_gl_transactions() auf. Der Parameter filter_type wird ohne Parameterisierung direkt in eine SQL IN()-Klausel eingefügt, was Angreifern mit SA_GLANALYTIC-Berechtigung ermöglicht, beliebige SQL-Befehle einzuschleusen und sensitive Finanzdaten zu extrahieren.
Betroffene Systeme
- FrontAccounting Versionen < 2.4.20
- Installation mit aktiviertem GL-Analytics-Modul
- Benutzer mit SA_GLANALYTIC-Berechtigung
Technische Details
Die Schwachstelle basiert auf unsicherer String-Konkatenation in der SQL-Abfrage:
SELECT ... WHERE glcode IN ({$filter_type})
Ein Angreifer kann durch Eingabe von 9999) OR 1=1 -- die Klausel schließen und zusätzliche Bedingungen injizieren. Die Exploitation erfolgt via Boolean-based Blind SQL Injection mit zuverlässigen Response-Größen-Differenzialen, wodurch schrittweise Daten extrahiert werden können.
Betroffene Daten umfassen Journaleinträge, Kontostände und Transaktionsdetails mit potenziellen Auswirkungen auf Finanzintegrität und Vertraulichkeit.
Empfohlene Massnahmen
- Sofort: Beschränkung des SA_GLANALYTIC-Zugriffs auf vertrauenswürdige Administratoren
- Kurzfristig: Aktualisierung auf FrontAccounting 2.4.20 oder später
- Monitoring: Überwachung verdächtiger GL-Analytics-Abfragen in Datenbankprotokollen
- VorĂĽbergehend: Deaktivierung des GL-Analytics-Moduls bis zum Patch
Bewertung
CVSS-Score: 8.1 (High)
Angriffsvektor: Netzwerk
Authentifizierung erforderlich: Ja (SA_GLANALYTIC-Rolle)
VerfĂĽgbarkeit des Patches: Nein – nur Workaround möglich
Die Schwachstelle erfordert authenticated Zugriff, stellt aber erhebliches Risiko fĂĽr Finanzunternehmen dar. Sofortige Remediation wird dringend empfohlen.
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