„`html
Zusammenfassung
CVE-2026-40691 ist eine High-Severity-Schwachstelle (CVSS 7.5) in Unbound DNS-Resolver, die Versionen 1.9.0 bis einschließlich 1.25.1 betrifft. Ein Buffer-Overflow im DNSCrypt-TCP-Pfad ermöglicht Denial-of-Service-Attacken durch manipulierte DNS-Anfragen, die zum Absturz des Resolvers führen.
Betroffene Systeme
Betroffen sind Unbound-Installationen, die folgende Bedingungen erfĂĽllen:
- Versionen 1.9.0 bis 1.25.1
- Kompilierung mit DNSCrypt-UnterstĂĽtzung (Flag: –enable-dnscrypt)
- Aktivierte dnscrypt:-Konfiguration auf den Listening-Interfaces
Systeme ohne DNSCrypt-Konfiguration sind nicht betroffen.
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der DNSCrypt-Reply-Verschlüsselung für TCP-Verbindungen. Der kritische Unterschied zum UDP-Pfad besteht darin, dass die TCP-Implementierung die Reply-Länge nicht gegen die Zieluffer-Größe validiert.
Bei UDP werden Replies auf 65504 Bytes begrenzt. Diese Größenbegrenzung fehlt im TCP-Implementierungspfad. Wenn eine verschlüsselte DNS-Antwort größer als 65504 Bytes ist, wird diese um 48 Bytes innerhalb des Heap-Buffers verschoben, wodurch ein Buffer-Overflow außerhalb der Allokationsgrenzen auftritt.
Angriffsvektor: Ein entfernter Angreifer sendet eine speziell präparierte DNSCrypt-Anfrage über TCP. Die übergroße Antwort wird fehlerhaft gepuffert und verursacht einen Heap-Overflow, der den Resolver-Prozess zum Absturz bringt.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Maßnahmen: Deaktivierung der DNSCrypt-Funktionalität in der Unbound-Konfiguration (dnscrypt-Klauseln entfernen)
- Monitoring: Ăśberwachung von Unbound-ProzessabstĂĽrzen auf betroffenen Systemen
- Update: Warten auf Patch und sofortige Installation nach VerfĂĽgbarkeit
- Netzwerk: Beschränkung von TCP-DNS-Anfragen auf vertrauenswürdige Netzwerkquellen
Bewertung
Die Schwachstelle stellt eine signifikante Bedrohung für betroffene Unbound-Installationen dar. Der CVSS-Score von 7.5 (High) und die Netzwerk-basierte Ausnutzbarkeit erfordern prioritäre Aufmerksamkeit. Die Abhängigkeit von spezieller DNSCrypt-Konfiguration begrenzt die Auswirkungen auf spezifische Deployments. Ein Patch steht derzeit nicht zur Verfügung; Administratoren sollten interim-Maßnahmen implementieren.
„`