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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-45569 betrifft Roxy-WI in den Versionen 8.2.6.4 und älter. Ein fehlerhaft implementiertes Sicherheits-Patch ermöglicht Path-Traversal-Angriffe durch mangelhafte Input-Validierung. Die Schwachstelle ermöglicht es Angreifern, auf beliebige Dateien des Servers zuzugreifen.
Betroffene Systeme
Betroffen sind alle Installationen von Roxy-WI in den Versionen 8.2.6.4 und älter. Roxy-WI dient der Verwaltung von Haproxy, Nginx, Apache und Keepalived-Servern über eine Web-Schnittstelle.
Technische Details
Der fehlerhafte Patch in Commit d4d10006 implementiert eine unzureichende Validierung in app/modules/config/config.py:462. Die Überprüfung nutzt Python-Tuple-Membership statt Substring-Matching:
'..' in (a, b, c) prüft nur, ob eines der Elemente dem exakten String ‚..‘ entspricht. Dies ist ein logischer Fehler, da realistische Path-Traversal-Payloads wie ../../etc/passwd oder ..\\..\etc\passwd nicht erkannt werden.
Attacken können über den config_file_name oder configver Parameter erfolgen. Diese Parameter werden für die Dateiverarbeitung verwendet, und die fehlerhafte Validierung lässt manipulierte Pfade durch.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Massnahmen: Netzwerk-Zugriff auf Roxy-WI-Instanzen beschränken, WAF-Regeln gegen Path-Traversal implementieren
- Monitoring: Logs auf verdächtige Zugriffsmuster analysieren, insbesondere mit ‚..‘ oder Pfad-Trennzeichen
- Workaround: Input-Validierung auf Applikations-Ebene zusätzlich durchführen
- Patch: Auf verfügbare aktualisierte Versionen warten (derzeit keine öffentlichen Patches vorhanden)
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 8.1 (High)
Die Schwachstelle ermöglicht unbefugten Datenzugriff mit hohem Schadenpotenzial. Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und erfordert keine Authentifizierung. Die fehlende Verfügbarkeit von Patches erhöht das unmittelbare Risiko erheblich.
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