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CVE-2026-48748: Netty HTTP/3 Memory Exhaustion Vulnerability
Zusammenfassung
Eine Memory-Exhaustion-Sicherheitslücke in Netty vor Version 4.2.15.Final ermöglicht es Angreifern, eine unbegrenzte Anzahl blockierter Streams zu erstellen. Dies führt zu Out-of-Memory (OOM) Fehlern und damit zu einer Denial-of-Service (DoS) Bedingung. Die Schwachstelle betrifft den HTTP/3-Codec und wird als hochgradig kritisch eingestuft (CVSS 7.5).
Betroffene Systeme
Folgende Komponenten sind anfällig:
- Netty Framework: Versionen vor 4.2.15.Final
- Alle Anwendungen, die den HTTP/3-Codec von Netty verwenden
- Systeme mit aktiviertem QUIC/HTTP/3-Support
Die Schwachstelle ist netzwerkbasiert und erfordert keine Authentifizierung.
Technische Details
Die Sicherheitslücke existiert in der Verarbeitung von HTTP/3-Streams im Netty HTTP/3-Codec. Ein Remote-Attacker kann über das Netzwerk speziell konstruierte HTTP/3-Requests senden, die blockierte Streams erzeugen. Der Codec validiert die Anzahl der gleichzeitigen Streams unzureichend, wodurch eine unbegrenzte Speicherallokation möglich wird.
Der Angriffsmechanismus nutzt die Stream-Management-Logik von QUIC/HTTP/3 aus. Jeder blockierte Stream reserviert Speicher, der nicht ordnungsgemäß freigegeben wird. Dies führt zu progressivem Speicherverbrauch und letztlich zum OOM-Fehler des Prozesses.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Aktion: Upgrade auf Netty 4.2.15.Final oder später durchführen
- Temporäre Mitigation: HTTP/3-Traffic durch Firewalls einschränken oder deaktivieren
- Monitoring: Speicherverbrauch und Stream-Anzahl überwachen
- Rate Limiting: Eingehende HTTP/3-Connections limitieren
Bewertung
| CVSS Score | 7.5 (High) |
| Angriffsvektor | Network |
| Patch verfügbar | Ja (4.2.15.Final) |
| Exploitierbarkeit | Hoch |
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