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Zusammenfassung
Leantime in Version 3.6.2 und älter weist eine kritische Autorisierungslücke in den JSON-RPC-Methoden der TwoFA-Komponente auf. Die betroffenen Methoden getSetupData, saveSecret, verifyAndEnable und disable2FA führen keine Eigentümerprüfung oder Authentifizierungsvaldierung durch. Ein authentifizierter Angreifer kann dadurch fremde Benutzerkonten manipulieren und deren Zwei-Faktor-Authentifizierung deaktivieren.
Betroffene Systeme
Produkt: Leantime
Versionen: bis 3.6.2
Plattformen: Alle (unabhängig von Betriebssystem)
Voraussetzung: Gültiger Benutzeraccount erforderlich
Technische Details
Die vulnerablen RPC-Endpunkte akzeptieren einen userId-Parameter, ohne dessen Zughörigkeit zum anfragenden Benutzer zu validieren. Dies ermöglicht mehrere Angriffsszenarien:
- Secret-Offenlegung: Über
getSetupDatakönnen TOTP-Secrets anderer Benutzer ausgelesen werden - 2FA-Deaktivierung: Die Methode
disable2FAermöglicht das Entfernen der 2FA ohne Authentifizierung - Fehlende Session-Pinning: Keine Mechanismen zur Session-Validierung vorhanden
- Permission-Bypass: Im Gegensatz zu anderen RPC-Methoden fehlen Attribut-basierte Zugriffschecks
Das Vulnerability-Pattern ähnelt CVE-2026-15509, bezieht sich aber auf eine separate, unabhängige Schwachstellengruppe.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Massnahmen: Betroffene Instanzen isolieren oder Benutzerkonten mit sensiblen Daten monitoren
- Audit: 2FA-Deaktivierungen und TwoFA-Methodenaufrufe in Logs überprüfen
- Passwort-Reset: Für kompromittierte Konten durchführen
- Update: Auf eine gepatchte Version upgraden (sobald verfügbar)
- Temporary Workaround: JSON-RPC-Zugriff auf TwoFA-Methoden auf Firewall-Ebene limitieren
Bewertung
CVSS-Score: 8.1 (High)
Angriffsvektor: Network
Authentifizierung: Erforderlich (Low Barrier)
Komplexität: Niedrig – triviale Ausnutzung möglich
Impact: Kritisch – vollständige Umgehung der 2FA-Sicherheit
Status: Patch ausstehend. Benutzer sollten auf Update-Ankündigungen achten.
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