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Zusammenfassung
CVE-2026-56784 ist eine kritische Insecure Direct Object Reference (IDOR) Schwachstelle in OpenRemote vor Version 1.25.0. Die Lücke befindet sich im Bulk-Alarm-Lösch-Endpoint und ermöglicht es authentifizierten Benutzern, Alarme anderer Mandanten (Tenants) unbefugt zu löschen. Durch die fehlende Realm-Validierung können Angreifer mittels Sequential ID-Enumeration Alarmdatensätze über Tenant-Grenzen hinweg eliminieren.
Betroffene Systeme
Software: OpenRemote
Versionen: Vor 1.25.0
Angriffsvektor: Netzwerk
Authentifizierung erforderlich: Ja (alarm-write Permissions)
Technische Details
Die Vulnerability liegt in der removeAlarms()-Methode der Klasse AlarmResourceImpl.java. Das Sicherheitsproblem entsteht durch unzureichende Realm-Scoping-Validierung in der JPA-Query. Die Methode führt keine Abfrage durch, um zu überprüfen, ob der anfragende Benutzer berechtigt ist, Alarme des angeforderten Tenants zu löschen.
Angreifer mit minimalen alarm-write-Berechtigungen können:
- Sequential Auto-Increment Alarm-IDs enumerieren
- Alarme beliebiger Tenants identifizieren
- Cross-Tenant Alarmdatensätze permanent löschen
- Datenverlust und Geschäftsunterbrechungen verursachen
Empfohlene Massnahmen
SofortmaĂźnahmen:
- Upgrade auf OpenRemote 1.25.0 oder höher durchführen
- Zugriffe auf Alarm-Endpoints monitoren und protokollieren
- Alarm-write-Berechtigungen ĂĽberprĂĽfen und reduzieren
- Backup-Strategien fĂĽr kritische Alarmdaten implementieren
Langfristig: Code-Review aller Multi-Tenant-Endpoints mit besonderem Focus auf Authorization-Logic durchfĂĽhren.
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 8.1 (High)
Patch-Status: Nicht verfĂĽgbar
Kritikalität: Erhöht – Datenintegrität und VerfĂĽgbarkeit sind betroffen
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