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Zusammenfassung
CVE-2026-61435 beschreibt eine kritische Authentifizierungsumgehung in PraisonAI vor Version 4.6.78. Die Schwachstelle ermöglicht es unauthentifizierten Angreifern aus dem Netzwerk, auf geschützte API-Endpunkte zur Agent-Invokation zuzugreifen. Der CVSS-Score von 8.2 stuft diese Schwachstelle als High-Risk ein.
Betroffene Systeme
Betroffen sind PraisonAI-Installationen mit:
- Versionsnummern vor 4.6.78
- aktivierter Konfigurationsoption PRAISONAI_CALL_AUTH=disabled
- Netzwerkzugang zu den API-Endpunkten
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der Datei src/praisonai/praisonai/api/agent_invoke.py. Der Authentifizierungsmechanismus prüft, ob die Anfrage vom Localhost stammt, indem die Bind-Adresse aus request.url.hostname ermittelt wird. Diese Adresse wird direkt aus dem HTTP-Header Host abgeleitet, welcher vom Client kontrolliert wird.
Ein Angreifer kann durch das Setzen eines manipulierten Host-Headers (z.B. Host: 127.0.0.1) die Localhost-only-Restriction umgehen. Dies ermöglicht:
- Auflistung registrierter Agents via GET /api/v1/agents
- Invokation von Agents via POST /api/v1/agents/{agent_id}/invoke
Beide Operationen erfolgen ohne Authentifizierung.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Aktualisierung auf PraisonAI 4.6.78 oder höher
- Deaktivierung des PRAISONAI_CALL_AUTH=disabled-Modus
- Implementierung von Netzwerk-Level-Zugriffsschutz (Firewall-Rules)
- Überprüfung von API-Access-Logs auf verdächtige Host-Header-Manipulationen
- Aktivierung von API-Authentifizierung und TLS-Verschlüsselung
Bewertung
CVSS 3.1 Score: 8.2 (High)
Die Schwachstelle ermöglicht vollständige Authentifizierungsumgehung aus dem Netzwerk. Ohne Patch liegt ein erhebliches Sicherheitsrisiko vor.
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