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Zusammenfassung
CVE-2026-63829 ist eine Schwachstelle im Linux Kernel, die eine unzureichende Berechtigungsprüfung bei Tunnel-Konfigurationsänderungen betrifft. Die Vulnerability ermöglicht es einem lokal authentifizierten Angreifer, Tunnel-Parameter in einem anderen Netzwerk-Namespace zu manipulieren, auch wenn ihm die erforderlichen Privilegien in diesem Namespace fehlen. Mit einem CVSS-Score von 8.8 wird die Schwachstelle als „High“ klassifiziert.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Distributionen mit Kernel-Versionen, die die IP GRE Tunnel-Implementierung verwenden. Besonders anfällig sind Systeme mit aktiven GRE- oder ERSPAN-Tunneln, insbesondere in Multi-Namespace-Umgebungen wie Containern oder virtuellen Umgebungen.
Technische Details
Die Vulnerability liegt in der fehlenden Validierung der Netzwerk-Namespace-Privilegien beim Ändern von GRE-Tunnel-Parametern. Der changelink()-Mechanismus operiert auf zwei Netzwerk-Namespaces: dev_net(dev) und dem Tunnel-Link-Namespace t->net. Die bestehende rtnl-Pfad-Überprüfung validiert CAP_NET_ADMIN nur gegen dev_net(dev). Ein Angreifer, der Privilegien im Geräte-Namespace, nicht aber im Tunnel-Namespace besitzt, kann dadurch Tunnel-Konfigurationen in t->net rewrite.
Das Fix führt eine neue Funktion rtnl_dev_link_net_capable() ein, die explizit CAP_NET_ADMIN im Link-Namespace validiert. Diese Überprüfung wird vor dem Parsen von Attributen durchgeführt, um zu verhindern, dass Live-Tunnel-Felder aktualisiert werden, bevor die Berechtigungsprüfung abgeschlossen ist.
Empfohlene Massnahmen
Betroffene Systeme sollten den Linux Kernel zeitnah aktualisieren. Dies ist besonders kritisch für:
- Containerumgebungen mit mehreren Netzwerk-Namespaces
- Systeme mit GRE/ERSPAN-Tunnel-Konfigurationen
- Multi-Tenant-Umgebungen
Bewertung
CVSS-Score: 8.8 (High) | Angriffsvektor: Local | Komplexität: Low | Erforderliche Privilegien: Low | Verfügbarkeit: High Impact
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