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Zusammenfassung
CVE-2026-64281 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die den RDMA-Transport-Layer (svcrdma) betrifft. Die Vulnerabilität ermöglicht es, dass Threads in einem unkündbaren Zustand (TASK_UNINTERRUPTIBLE) hängen bleiben und dadurch Ressourcen blockieren sowie den ordnungsgemäßen Transportabbau verhindern.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Kernel-Installationen mit aktivem svcrdma (RDMA Server-Transport). Dies umfasst insbesondere:
- NFS-Server mit RDMA-Unterstützung
- Systeme mit aktiviertem CONFIG_SUNRPC_XPRT_RDMA
- Enterprise-Linux-Distributionen mit RDMA-Funktionalität
Technische Details
Die Schwachstelle liegt im Transportabbau-Mechanismus. Threads, die in svc_rdma_sq_wait() parken, werden nicht geweckt, wenn der Transport geschlossen wird. Das Problem tritt in zwei Szenarios auf:
Lokaler Abbau: svc_rdma_detach() auf Worker-Threads schließt den Transport, weckt aber wartende Threads nicht auf.
Remote-Disconnect: svc_rdma_cma_handler() setzt das XPT_CLOSE-Flag, aber parked Threads re-evaluieren ihre Prädikate nicht ohne explizites Wakeup.
Dadurch halten Threads unbegrenzt svc_xprt-Referenzen und blockieren svc_rdma_free(), was zu Ressourcenlecks und System-Hangs führt.
Empfohlene Massnahmen
Aktualisieren Sie den Linux-Kernel sobald Patches verfügbar sind. Die offizielle Lösung implementiert svc_rdma_xprt_deferred_close(), eine Wrapper-Funktion, die:
- XPT_CLOSE setzt
- Explizit beide Waitqueues (sc_sq_ticket_wait und sc_send_wait) weckt
- An allen relevanten Abbau-Pfaden integriert wird
Überprüfen Sie Ihre Kernel-Version und installieren Sie verfügbare Sicherheitsupdates zeitnah.
Bewertung
CVSS-Score: 7.5 (High)
Angriffsvektor: Network
Die Schwachstelle ermöglicht Denial-of-Service-Angriffe durch Blockierung von RDMA-Transporte und Systemressourcen. Ein Angreifer mit Netzwerkzugriff kann Remote-Disconnects auslösen und damit den betroffenen Service lahmlegen.
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