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Zusammenfassung
CVE-2026-64287 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die die ARM64-KVM-Implementierung betrifft. Die Vulnerability ermöglicht es einem lokalen Angreifer, durch unsachgemäße Grenzprüfung bei der Verwaltung von vGIC-Listenregistern auf EL2-Ebene Speicher außerhalb der Grenzen zuzugreifen. Mit einem CVSS-Wert von 8.2 stellt diese Schwachstelle eine erhebliche Bedrohung dar.
Betroffene Systeme
Die Vulnerability betrifft Linux-Kernel-Installationen mit ARM64-Architektur, insbesondere solche mit aktivierter KVM-Unterstützung und pKVM-Hypervisor-Implementierung. Zu den betroffenen Systemen gehören:
- ARM64-basierte Linux-Systeme mit aktiviertem KVM
- Systeme mit pKVM (Protected KVM) Hypervisor
- Mobile Geräte und eingebettete Systeme mit ARM64-Prozessoren
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der flush_hyp_vcpu()-Funktion, die den Host-vGIC-Status in die private hyp vCPU kopiert. Das Problem besteht darin, dass used_lrs (verwendete List Registers) nicht auf die Anzahl der implementierten List Register begrenzt wird. Dies ermöglicht es, dass vom Host bereitgestellte Werte bei EL2 zur Indizierung des vgic_lr[]-Arrays und zum Zugriff auf ICH_LR<n>_EL2 verwendet werden.
Ein Angreifer könnte durch Manipulation des used_lrs-Wertes Out-of-Bounds-Zugriffe auf Hypervisor-Speicher durchführen, was potenziell zu Privilege Escalation oder Hypervisor-Escape führt.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Updates einspielen, die
used_lrsauf die maximale Anzahl implementierter List Register begrenzen - Der Patch repliziert
kvm_vgic_global_state.nr_lrinhyp_gicv3_nr_lrzur Validierung - Systemadministratoren sollten KVM-Hypervisor auf gepatchte Versionen aktualisieren
- Implementierung von Kernel-Hardening-Maßnahmen
Bewertung
Schweregrad: High (CVSS 8.2)
Angriffsvektor: Local
Verfügbarkeit: Patch verfügbar
Diese Vulnerability erfordert sofortige Aufmerksamkeit, insbesondere für Systeme, die als Hypervisor-Plattformen fungieren. Schnelle Patching-Maßnahmen sind essentiell.
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