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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-64304 betrifft den Linux-Kernel und ist im QAT-Kryptotreiber (QuickAssist Technology) lokalisiert. Ein fehlerhaftes Bounds-Checking bei der Verarbeitung von RSA-CRT-Komponenten fĂĽhrt zu einem Puffer-Overflow und damit verbundener Speicherbeschädigung. Der Schweregrad wird mit „High“ eingestuft (CVSS 7.8).
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft Linux-Kernel-Installationen, die den QAT-Kryptotreiber (qat_rsa_setkey_crt) nutzen. Dies umfasst Systeme mit Intel QuickAssist Technology Hardware-Beschleunigung sowie virtuelle Umgebungen, die diesen Treiber laden.
Technische Details
Der generische RSA-Schlüsselparser (rsa_helper.c) validiert CRT-Komponenten (p, q, dp, dq, qinv) gegen die Modulus-Größe n_sz. Der vulnerable Code in qat_rsa_setkey_crt() allokiert jedoch nur halb so große DMA-Buffer (key_sz / 2) und versucht, die Komponenten mit Right-Alignment einzufügen:
memcpy(dst + half_key_sz - len, src, len)
Wenn eine CRT-Komponente größer als half_key_sz ist, verursacht die Subtraktion einen Integer-Underflow. Dies führt zu ungültigen Speicheradressen, wodurch memcpy über die DMA-Buffer-Grenzen hinaus schreibt und Speicherbeschädigung auslöst.
Der Fehler liegt in der fehlenden Längenbeschränkung für jede der fünf CRT-Komponenten. Nur ein Null-Check (!len) existiert derzeit.
Empfohlene Massnahmen
- Linux-Kernel aktualisieren, sobald Patches verfĂĽgbar sind
- Ein zusätzlicher Längen-Check (len > half_key_sz) sollte für alle fünf CRT-Komponenten implementiert werden
- Bei Validation-Fehlern sollte der Treiber auf den nicht-CRT-Pfad ausweichen
- QAT-Hardware-Beschleunigung deaktivieren, falls praktikabel und Kernel-Update nicht möglich
- Systeme mit lokal vertrauenswĂĽrdigen Benutzern ĂĽberwachen
Bewertung
CVSS Score: 7.8 (High)
Angriffsvektor: Local
Status: Keine Patches verfĂĽgbar
Diese Schwachstelle erfordert lokalen Zugriff und ermöglicht Speicherbeschädigung mit potenziellen Folgen für Kernel-Stabilität und Sicherheit.
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