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Zusammenfassung
CVE-2026-64312 ist eine High-Severity-Sicherheitslücke im Linux-Kernel, die die pcrypt-Komponente (parallel crypto) betrifft. Die Schwachstelle liegt in der fehlerhaften Callback-Verwaltung bei Fallback-Szenarien. Ein kritischer Designfehler führt dazu, dass padata-Completion-Callbacks auch nach einem Fallback auf direkte AEAD-Verarbeitung aufgerufen werden, was zu unerwarteten asynchronen Operationen führt.
Betroffene Systeme
Die Vulnerability betrifft Linux-Kernel-Installationen mit aktivierter pcrypt-Unterstützung. Dies umfasst insbesondere:
- Server-Distributionen mit Crypto-Beschleunigung
- Systeme mit aktiviertem padata-Framework
- Kernelversionen mit parallelem Crypto-Subsystem
Technische Details
Der Fehler liegt im pcrypt_aead_done()-Callback-Mechanismus. Wenn padata_do_parallel() den Status -EBUSY zurückgibt, fällt pcrypt auf direkten AEAD-Aufruf zurück. Das Problem: Der ursprüngliche padata-Completion-Callback wird nicht wiederhergestellt.
Dies führt zu einer kritischen Race-Condition: Während die Anfrage direkt vom Kind-AEAD verarbeitet wird, kann eine asynchrone Completion pcrypt_aead_done() aufrufen – obwohl die Anfrage niemals in padata enrolliert wurde. Dies verursacht Speicherkorrumpierung und potenzielle DoS-Szenarien.
Die Lösung erfordert das Speichern und Wiederherstellen des Original-Request-Callbacks sowie der Callback-Daten vor dem direkten AEAD-Aufruf. Dies stellt sicher, dass der Fallback-Pfad mit direkten AEAD-Anfragen konsistent bleibt.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Updates auf patched Versionen einspielen
- pcrypt deaktivieren, wenn nicht erforderlich
- Monitoring auf abnormale Crypto-Fehler durchführen
- Betroffene Systeme priorisiert patchen
Bewertung
CVSS-Score: 7.5 (High)
Vektor: Network-basiert
Impact: Systemstabilität und Datensicherheit gefährdet
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