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CVE-2026-64315: Informationspreisgabe in Linux Kernel CAAM-Krypto-Modul
Zusammenfassung
Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel-Kryptomodul CAAM (Cryptographic Acceleration and Assurance Module) ermöglicht die unbeabsichtigte Preisgabe von sensiblen Schlüsselmaterialien im Arbeitsspeicher. Die Schwachstelle tritt auf, wenn CONFIG_DYNAMIC_DEBUG aktiviert ist und führt zur Ausgabe von Hex-Dumps von Kryptographischen Schlüsseln in Kernel-Logs.
Betroffene Systeme
Die Anfälligkeit betrifft verschiedene Linux-Distributionen mit aktiviertem CAAM-Kryptomodul und CONFIG_DYNAMIC_DEBUG-Konfiguration, insbesondere:
- Linux Kernel Versionen mit CAAM-Implementierung
- Embedded-Systeme mit NXP-Sicherheitsprozessoren
- Systeme mit aktiviertem dynamischen Debug-Modus
Technische Details
Das CAAM-Modul verwendet in verschiedenen *_setkey()-Funktionen print_hex_dump() zur Fehlersuche. Diese Funktion gibt sensible Schlüsseldaten direkt in Kernel-Logs aus, wenn DEBUG-Flags gesetzt sind. Die Sicherheitslücke besteht darin, dass print_hex_dump_devel() nicht konsequent verwendet wird – eine spezialisierte Funktion, die Ausgaben nur bei aktiviertem DYNAMIC_DEBUG zeigt und entsprechend auf dev_dbg() Ebene limitiert ist.
Ein lokaler Angreifer mit Zugriff auf Kernel-Logs kann so Kryptographische SchlĂĽssel extrahieren und diese fĂĽr weitere Attacken missbrauchen.
Empfohlene Massnahmen
- Linux-Kernel auf patched Version aktualisieren
- CONFIG_DYNAMIC_DEBUG in Produktionsumgebungen deaktivieren
- Kernel-Logs mit entsprechenden Zugriffsrechten schĂĽtzen
- Audit-Logging fĂĽr SchlĂĽsselverwaltung implementieren
- Lokale Zugriffe auf betroffene Systeme einschränken
Bewertung
CVSS Score: 7.0 (High)
Angriffsvektor: Lokal | Authentifizierung: Nicht erforderlich | Auswirkung: Vertraulichkeit beeinträchtigt
Status: Patch ausstehend. Sicherheits-Updates werden in kommenden Kernel-Versionen bereitgestellt.
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