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Zusammenfassung
CVE-2026-64317 beschreibt eine Out-of-Bounds-Read-Schwachstelle im Linux-Kernel beim Verarbeiten von Rock Ridge Symbolic Link (SL) Records im ISO 9660-Dateisystem. Die Schwachstelle ermöglicht das Auslesen benachbarter Kernel-Memory und betrifft verschiedene Linux-Systeme mit dem betroffenen Code-Pfad.
Betroffene Systeme
Alle Linux-Distributionen mit verwundbar konfiguriertem isofs-Modul sind potenziell betroffen. Da ISO 9660 von Desktop-Umgebungen automatisch ohne erhöhte Privilegien eingebunden wird, stellt dies ein erhebliches Risiko dar. Besonders kritisch sind Systeme, die externe Speichermedien automatisch mounten.
Technische Details
Die Funktionen get_symlink_chunk() und die SL-Verarbeitung in parse_rock_ridge_inode_internal() iterieren über variable Komponenten eines Rock Ridge SL-Records. Jede Komponente besitzt einen 2-Byte-Header (Flags und Länge) gefolgt von Textdaten.
Das kritische Problem: Es erfolgt keine Validierung, ob die deklarierte Komponenten-Länge (slp->len) innerhalb der SL-Record-Grenzen (rr->len) liegt. Dies ermöglicht einen Out-of-Bounds-Read von bis zu 255 Bytes über Allocation-Grenzen hinaus.
Befinden sich Records am Ende eines Puffers (z.B. in kmalloc-Blöcken über CE-Records), liest get_symlink_chunk() Kernel-Memory und kopiert diese Bytes in den readlink()-Rückgabepuffer, wodurch sensitive Kernel-Daten offengelegt werden.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update auf patched Version durchführen
- Bounds-Checking vor Komponentenverarbeitung implementieren
- isofs-Modul deaktivieren, falls nicht erforderlich
- Automatic-Mounting von externen Medien einschränken
- Malformed-Records ablehnen (readlink() gibt -EIO zurück)
Bewertung
Schweregrad: High (CVSS 7.1)
Angriffsvektor: Local, über manipulierte ISO-Images
Auswirkung: Disclosure von Kernel-Memory, Information Leak
Komplexität: Niedrig – Angreifer benötigen nur Zugriff auf Dateisystem-Mounting
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