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Zusammenfassung
CVE-2026-64318 ist eine High-Severity-Schwachstelle im Linux-Kernel, die eine Out-of-Bounds-Speicherlese in der AIX-Partitionstabellen-Verarbeitung ermöglicht. Die Vulnerability ermöglicht es Angreifern, durch speziell präparierte AIX/IBM-Partitionstabellen Kernel-Speicher auszulesen und potenzielle Denial-of-Service-Bedingungen auszulösen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Kernel-Versionen, die AIX-Partitionstabellen-Funktionalität beinhalten. Das Vulnerability wird durch die aix_partition()-Funktion ausgelöst, die beim Scanning von Block-Devices ohne Mounting aktiv wird. Besonders anfällig sind Systeme, die:
- USB-Laufwerke oder externe Speicher automatisch erkennen (udev-Scanning)
- losetup mit Loop-Devices verarbeiten
- Block-Devices ohne Validierung scannen
Technische Details
Die Vulnerability existiert in der aix_partition()-Funktion, die einen Physical Volume Descriptor (PVD) in eine fixed-size Struktur einliest. Das kritische Problem: Die pp_count-Variable (Physical Partition Count) wird direkt vom Datenträger gelesen und nicht gegen die Größe des ppe[]-Arrays (1016 Einträge) validiert.
Ein crafted AIX-Image mit pp_count > 1016 führt zu einer Schleife, die bis zu 65.535 Array-Einträge ausliest, was zu Out-of-Bounds-Speicherzugriff von bis zu 2 MB führt. Die Schleife lädt dabei unmittelbar anschließende Kernel-Speicherbereiche, ohne diese zu validieren.
Das Problem manifestiert sich in dieser Code-Sequenz: Das System liest unvalidierte __be16-Werte direkt von der Partition-Tabelle und nutzt diese zur Array-Indizierung ohne Bounds-Checking.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update: Installieren Sie gepatchte Kernel-Versionen mit Bounds-Validierung
- Zugriffskontrolle: Beschränken Sie die automatische Erkennung externer Laufwerke auf vertrauenswürdige Geräte
- Monitoring: Überwachen Sie verdächtige Partition-Scan-Aktivitäten bei USB-Laufwerken
- Validierung: Validieren Sie AIX-Partition-Tabellen auf externe Block-Devices
Bewertung
CVSS-Score: 7.1 (High)
Die Vulnerability erfordert lokalen Zugriff, bietet aber Angreifern ohne Authentifizierung die Möglichkeit, Speicher auszulesen und DoS-Bedingungen zu erzeugen.
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