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Zusammenfassung
CVE-2026-67297 ist eine Memory-Exhaustion-Schwachstelle in FreeRDP-Versionen vor 3.29.0. Die Anfälligkeit liegt in der unzureichenden Validierung der RESPONSE_SIZE_LIMIT bei der Verarbeitung von Transfer-Encoding: chunked HTTP-Responses. Dadurch können Angreifer mit Kontrolle über einen bösartigen RD Gateway-Endpunkt überdimensionierte Chunk-Response-Bodies senden und somit Speicherressourcen des Clients erschöpfen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft FreeRDP-Implementierungen in verschiedenen Umgebungen:
- FreeRDP-Bibliotheken vor Version 3.29.0
- Systeme, die RD Gateway-Verbindungen über HTTP/HTTPS nutzen
- Remote Desktop-Clients auf Linux, macOS und Windows-Plattformen
- Eingebettete RDP-Implementierungen in Anwendungen und Services
Technische Details
Die Schwachstelle befindet sich in der Funktion http_response_recv_body(). Diese Funktion prozessiert HTTP-Responses mit aktiviertem Chunked Transfer Encoding, ohne die konfigurierte RESPONSE_SIZE_LIMIT für einzelne Chunks durchzusetzen. Ein Angreifer kann daher:
- Bösartige Chunks mit beliebiger Größe senden
- Speicher progressiv erschöpfen (Denial of Service)
- Keine Limitierungen durch Client-seitige Konfigurationen triggern
Der Angriffsvektor ist netzwerkbasiert und erfordert Kontrolle über den RD Gateway-Endpunkt oder Man-in-the-Middle-Fähigkeiten.
Empfohlene Massnahmen
- Dringende Aktualisierung: Upgrade auf FreeRDP 3.29.0 oder höher
- Netzwerksegmentierung: RD Gateway-Traffic isolieren und filtern
- Monitoring: Speicherauslastung von RDP-Clients überwachen
- Firewall-Regeln: Nur autorisierte RD Gateway-Server erlauben
- Temporary-Workaround: Aggressivere Client-seitige Memory-Limits setzen
Bewertung
CVSS-Score: 7.5 (High)
Risiko: Ein erfolgreicher Exploit führt zu Denial of Service durch Speichererschöpfung. Die Verfügbarkeit von Remote Desktop-Verbindungen ist gefährdet. Momentan liegt kein Patch vor – sofortige Mitigationsmaßnahmen sind erforderlich.
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