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Zusammenfassung
In Pimcore admin-ui-classic-bundle bis Version 2.3 existiert eine kritische SQL-Injection-Anfälligkeit. Die Schwachstelle ermöglicht authentifizierten Backend-Benutzern die Ausführung beliebiger SQL-Befehle über die ID-Spaltenfilter-Funktion im DataObject-Grid. Der Filtereingang wird ohne Parameterisierung direkt in die SQL WHERE-Klausel eingefügt, was zu vollständiger Datenbank-Kompromittierung führen kann.
Betroffene Systeme
- Pimcore admin-ui-classic-bundle Version ≤ 2.3
- Alle Installationen mit aktivierter DataObject-Grid-Funktionalität
- Backend-Benutzer mit Datenverwaltungsrechten
Technische Details
Angriffsvektor: Network (authenticated)
CVSS v3.1: 8.8 (High)
Die Anfälligkeit liegt im Filter-Verarbeitungsmechanismus des DataObject-Grid. Wenn Administratoren Filterkriterien über die ID-Spalte anwenden, wird die Benutzereingabe direkt in die SQL-Query concateniert:
WHERE id = {user_input}
Durch geschickte Eingaben können Angreifer SQL-Befehle injizieren. Beispiel:
1' UNION SELECT password FROM admin_user--
Dies ermöglicht Datenbankabfragen zu exfiltrieren oder Datenbank-Inhalte zu modifizieren. Die Schwachstelle erfordert zwar Zugriff auf das Backend, stellt aber bei kompromittierten Admin-Accounts oder Social-Engineering-Angriffen ein erhebliches Risiko dar.
Empfohlene Massnahmen
- Sofort: Filterparameter auf Whitelist-Basis validieren
- Priorität 1: Prepared Statements für alle Datenbankabfragen einsetzen
- Kurz: Backend-Zugriff auf notwendige Benutzer beschränken
- Monitoring: Verdächtige SQL-Pattern in Logs überwachen
- Update: Auf Version >2.3 aktualisieren, sobald Patch verfĂĽgbar ist
Bewertung
Diese SQL-Injection-Anfälligkeit stellt eine hohe Bedrohung dar. Trotz erforderlicher Authentifizierung ermöglicht sie vollständige Datenbankmanipulation. Unternehmen sollten unverzüglich Sicherheitsmaßnahmen implementieren und Updates priorisieren.
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