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Zusammenfassung
CVE-2026-80598 beschreibt eine Out-of-Bounds-Read-Schwachstelle im Linux-Kernel, speziell in der NTFS3-Implementierung. Die Funktion decompress_lznt() validiert Array-Indizes nicht ausreichend vor dem Zugriff auf die Dekomprimierungstabelle. Dies ermöglicht es Angreifern, durch manipulierte NTFS3-Images einen Speicherlecks oder Denial-of-Service auszulösen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Distributionen mit aktiviertem NTFS3-Dateisystem-Support. Besonders anfällig sind Systeme, die:
- NTFS3-Kernel-Module laden
- Externe oder nicht vertrauenswürdige Speichermedien mit NTFS3-Partitionen mounten
- Kernel-Versionen mit ungepatcht
decompress_lznt()ausführen
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der LZNT-Dekomprimierungsfunktion des NTFS3-Treibers. Beim Verarbeiten komprimierter Daten wird ein Array-Index aus den komprimierten Eingabedaten berechnet, ohne dass Grenzenprüfungen durchgeführt werden. Eine speziell crafted NTFS3-Image mit invaliden Komprimierungsdaten kann einen Out-of-Bounds-Zugriff auf den Kernel-Speicher verursachen.
Mit CVSS 7.8 (High) wird die Schwachstelle als kritisch eingestuft. Der Angriffsvektor ist lokal, erfordert aber keine Benutzerinteraktion beyond dem Mounten eines manipulierten Dateisystems.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel aktualisieren: Ein Patch wurde implementiert, der Index-Bounds-Checking in
decompress_lznt()hinzufügt - NTFS3 deaktivieren: Falls nicht benötigt, das Modul aus dem Kernel entfernen
- Zugriffskontrolle: Nur vertrauenswürdige Speichermedien mounten
- Monitoring: Kernel-Logs auf entsprechende Speicherzugriffsfehler überwachen
Bewertung
CVSS-Score: 7.8 (High)
Angriffsvektor: Lokal
Patch-Status: Verfügbar
Eine zeitnahe Aktualisierung ist dringend empfohlen, besonders für Systeme, die fremde Speichermedien verarbeiten.
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