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Zusammenfassung
CVE-2026-80604 beschreibt eine Out-of-Bounds (OOB) Read-Schwachstelle im Linux-Kernel, genauer in der HID-Core-Komponente. Die Anfälligkeit betrifft die Funktion hid_get_report() bei der Verarbeitung von nummerierten HID-Reports. Ein fehlerhaft validierter Größenparameter führt zu einer unsicheren Speicherzugriff und kann einen Kernel-Panic auslösen.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft verschiedene Linux-Kernel-Versionen mit aktiver HID-Subsystem-Unterstützung. Besonders gefährdet sind Systeme, die:
- Human Interface Devices (HID) wie Tastaturen, Mäuse oder Controller verwenden
- Kernel-Versionen vor der Patching ausfĂĽhren
- In lokalen oder netzwerkgestĂĽtzten Umgebungen mit HID-Kommunikation operieren
Technische Details
Die Vulnerabilität entsteht durch fehlende Input-Validierung in der Funktionskette hid_report_raw_event() → hid_get_report(). Wenn ein Aufrufer einen Größenparameter von 0 übergibt, wird die Größenüberprüfung nicht durchgeführt, bevor hid_get_report() aufgerufen wird.
Innerhalb von hid_get_report() wird für nummerierte Reports (report_enum→numbered == true) sofort auf data[0] zugegriffen, um die Report-ID zu extrahieren. Bei einer Puffergröße von 0 Bytes resultiert dies in einem Speicherzugriff außerhalb der Puffergrenzen, was zu Kernel-Panic oder Datenleck führen kann.
Root Cause: Unzureichende Parametervalidierung vor Pointer-Dereferenzierung.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update auf patched Version durchfĂĽhren
- ĂśberprĂĽfung des verfĂĽgbaren Patches fĂĽr die verwendete Kernel-Version
- Monitoring von HID-Subsystem-Aktivitäten implementieren
- Einschränkung von HID-Gerätezugriff auf vertrauenswürdige Quellen
- Systemlogs auf Kernel-Panics auswerten
Bewertung
CVSS Score: 8.8 (High)
Angriffsvektor: Adjacent Network
Die Schwachstelle ermöglicht Denial-of-Service-Attacken und potenzielle Informationsoffenlegung aus Kernel-Speicher durch lokale oder netzwerkgestützte Exploitation von HID-Schnittstellen.
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