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CVE-2026-80638: Out-of-Bounds Write in OCFS2 Refcount Tree
Zusammenfassung
Eine kritische Schwachstelle im Linux Kernel betrifft das OCFS2-Dateisystem. Ein Out-of-Bounds-Schreibzugriff in der Funktion ocfs2_remove_refcount_extent() führt zu einem Fortify-Panic beim Löschen von Dateien mit Refcount-Bäumen. Die Schwachstelle ermöglicht einen Speicherüberlauf und kann zur Denial-of-Service-Bedingung führen.
Betroffene Systeme
- Linux Kernel mit OCFS2-Dateisystem-Unterstützung
- Systeme mit kompiliertem OCFS2-Modul
- Cluster-Umgebungen, die OCFS2 für gemeinsame Speicher nutzen
Technische Details
Schweregrad: High (CVSS 8.8)
Angriffsvektor: Lokal, über das Netzwerk nutzbar in Cluster-Szenarien
Root Cause: Das Problem liegt in der unsachgemäßen Speicherinitialisierung. Die Struktur rf_records ist mit rf_list in einer anonymen Union überlagert. Beim Entfernen der letzten Blöcke eines Refcount-Baums konvertiert ocfs2_remove_refcount_extent() die Root-Struktur zurück in Leaf-Modus durch einen Bulk-Memset. Da rf_records nur 16 Bytes groß ist und rl_count auf 0 gesetzt wird, schreibt der Memset-Vorgang außerhalb der deklarierten Grenzen.
Lösungsansatz: Das generische Memset auf &rb->rf_records wird durch ein präzises Memset auf dem Array rl_recs[] ersetzt, nachdem rl_count auf den korrekten Wert gesetzt wurde.
Empfohlene Massnahmen
- Kernel-Update auf gepatchte Version durchführen
- Sofortige Überprüfung von Systemen mit OCFS2-Aktivierung
- Monitoring der Refcount-Tree-Operationen implementieren
- Fortify-Source-Compiler-Flag aktivieren für zusätzliche Schutzmaßnahmen
Bewertung
Die Schwachstelle ist für OCFS2-Umgebungen kritisch. Eine sofortige Patch-Anwendung wird empfohlen, besonders in Cluster- und Shared-Storage-Szenarien, wo Dateilöschvorgänge häufig erfolgen.
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