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Zusammenfassung
Die Schwachstelle CVE-2026-82641 betrifft Keploy in den Versionen 3.1.0 bis 3.6.25. Der Agent-Control-Plane HTTP-Server wird ohne Authentifizierung an alle Netzwerk-Interfaces gebunden, wodurch sensible Endpoints öffentlich zugänglich werden. Dies ermöglicht unbefugten Zugriff auf TLS-Sessionschlüssel und Netzwerkverkehrsdaten mit einem CVSS-Score von 8.6 (High).
Betroffene Systeme
Betroffen sind Keploy-Installationen der Versionen 3.1.0 bis einschließlich 3.6.25. Das Schwachstellenpotential wird durch die netzwerk-exponierte Konfiguration ohne standardisierte Authentifizierungsmechanismen charakterisiert. Alle Systeme mit diesen Versionen, die über Netzwerk erreichbar sind, gelten als anfällig.
Technische Details
Der HTTP-Server bindet sich standardmäßig an 0.0.0.0, wodurch Zugriff von allen Netzwerk-Interfaces erfolgt. Kritische Endpoints sind:
- /agent/pcap/keylog: Exponiert NSS-Keylog-Zeilen für TLS-Session-Schlüssel. Attackers können damit aufgezeichnete TLS-Verbindungen nachträglich entschlüsseln
- /agent/stop: Ermöglicht unbefugtes Beenden von Recording-Sessions
- /agent/storemocks: Erlaubt Manipulation gespeicherter Mock-Daten
Die fehlende Authentifizierung kombiniert mit der globalen Bindung ermöglicht Remote-Angreifern direkte Ausnutzung ohne Credentials.
Empfohlene Massnahmen
- Sofortig: Betroffene Keploy-Installationen vom Netzwerk isolieren oder mit Firewall-Regeln schützen. HTTP-Server-Zugriff auf vertrauenswürdige Hosts beschränken
- Kurzfristig: Upgrade auf patched Version durchfĂĽhren, sobald verfĂĽgbar
- Präventiv: Bind-Konfiguration auf Localhost (127.0.0.1) oder spezifische interne IPs limitieren
- Monitoring: Logs auf verdächtige Zugriffe auf /agent/pcap/keylog prüfen
- Netzwerk-Segmentierung: Keploy-Agenten in separaten Netzwerk-Segmenten isolieren
Bewertung
Mit einem CVSS-Score von 8.6 gilt diese Schwachstelle als kritisch. Die Kombination aus Netzwerk-Zugriff, fehlender Authentifizierung und direktem Zugang zu Encryption-Keys stellt erhebliche Risiken dar. Die Impossibilität, TLS-Traffic nachträglich zu entschlüsseln, gefährdet die Vertraulichkeit sämtlicher aufgezeichneter Kommunikation. Schnelle Remediation ist erforderlich. Ein Patch ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht verfügbar – Workarounds sind notwendig.
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