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Zusammenfassung
Eine Sicherheitslücke wurde in GL.iNet GL-MT3000 Firmware-Versionen bis 4.4.5 identifiziert. Die Schwachstelle ermöglicht eine Command Injection über manipulierte Parameter in der MTK Backend-Komponente. Mit einem CVSS-Score von 6.3 wird die Lücke als Medium-Severity eingestuft. Der öffentlich verfügbare Exploit erhöht das unmittelbare Risiko für betroffene Systeme erheblich.
Betroffene Systeme
Hersteller: GL.iNet
Modell: GL-MT3000
Anfällige Versionen: Alle Versionen bis 4.4.5
Komponente: iwinfo.so (MTK Backend)
Betroffene Funktion: iwinfo_backend
Technische Details
Die Schwachstelle liegt in der unsachgemäßen Validierung des Parameters „device“ in der iwinfo_backend-Funktion der iwinfo.so-Komponente. Durch die fehlende Eingabevalidierung und -filterung ist es möglich, Shell-Kommandos zu injizieren. Der Parameter wird direkt an Systemfunktionen weitergeleitet, ohne dass Sonderzeichen oder Kommando-Sequenzen gefiltert werden.
Angriffsvektor: Network (Remote Execution)
Authentifizierung erforderlich: Nein
Exploit-Status: Öffentlich verfügbar
Empfohlene Massnahmen
- Sofortige Massnahme: Update auf Firmware-Version 4.7 oder höher durchführen
- Netzwerk-Sicherheit: Zugriff auf Verwaltungsinterfaces durch Firewall-Regeln beschränken
- Monitoring: Logs auf verdächtige Parameter im iwinfo-Service überwachen
- Segmentierung: GL-MT3000 Geräte in separaten Netzwerksegmenten platzieren
- Inventarmanagement: Alle eingesetzten GL-MT3000 Geräte identifizieren und versionieren
Bewertung
CVSS v3.1 Score: 6.3 (Medium)
Die Kombination aus öffentlich verfügbarem Exploit, einfacher Ausnutzbarkeit und fehlender Authentifizierung erfordert schnelle Handlung. Der Hersteller bestätigt, dass ab Version 4.7 globale Schutzmaßnahmen gegen Injection-Angriffe implementiert wurden. Ein zeitnahes Update ist dringend empfohlen.
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